Customization

Firmenspezifische Anpassungen und Auswertungen

Die APIS IQ-Software bietet auch Problemlösungen für einen scheinbar paradoxen Zielkonflikt, der sich in der Praxis jedoch oft einstellt: für einige Anwender kann die Software zu wenig, für andere kann sie zu viel. Hierfür sind in der IQ-Software zwei Gruppen von Möglichkeiten angeboten:

  • Möglichkeiten zur firmenspezifischen Anpassung und Erweiterung des Funktionsumfangs der Software
  • Möglichkeiten zum Reduzieren des bestehenden Funktionsumfanges

Firmenspezifische Anpassungen

Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Kategorisierte Bemerkungen
  • Benutzerdefinierte Attribute
  • Benutzerdefinierte Sichten

Bemerkungskategorien (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Jedes Objekt kann in der IQ-Software mit Bemerkungen versehen werden. In den Bemerkungen kann Text beliebig formatiert werden, es können Verknüpfungen mit anderen Dokumenten, Bildern, Grafiken, Videodateien etc. eingebunden werden und natürlich sind die Bemerkungen auch übersetzbar.

Zusätzlich kann der Anwender aber auch beliebig viele eigene Bemerkungskategorien definieren. Damit ist es z.B. möglich, Dokumente über die allgemein zugängliche Information hinaus auch mit solchen Bemerkungen zu versehen, die nur für den internen Gebrauch bestimmt sind und die auch nur zu sehen sein sollen, wenn eine bestimmte Benutzergruppe das Dokument öffnet.

Ob Bemerkungen angezeigt werden sollen und welche Bemerkungskategorie hierfür verwendet (und z.B. dann auch ausgedruckt) wird steht völlig unter Kontrolle des Anwenders.

Abbildung 1: Bemerkungskategorie

Benutzerdefinierte Attribute (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Das wissensbasierte Datenmodell der IQ-Software stellt bereits eine Vielzahl mächtiger Auswertemöglichkeiten zur Verfügung (--> IQ-Explorer). Doch nicht alle für ein Unternehmen relevanten Informationen können "herstellerseitig" zum Bestandteil des Datenmodells gemacht werden – dafür ist die Kundenbasis der IQ-Software zu breit gestreut. Um eigene Konzepte und damit Auswertemöglichkeiten in die Analyse einbringen zu können gibt es in der IQ-Software die benutzerdefinierten Attribute.

Man kann benutzerdefinierte Attribute dazu verwenden, sich gleichsam Notizzettel auf bestimmte Objekte zu kleben (wie beispielsweise "systemrelevant", "Gefährdungspotential", "Änderungsanforderung"...). Diese Attribute können in den diversen Editoren angezeigt werden und – besonders wichtig – es kann nach ihnen gesucht und mit ihnen gefiltert werden. So kann man sich problemlos einen schnellen Überblick verschaffen, welche Objekte damit assoziiert sind und diese gezielt auswerten oder abarbeiten.

Im Beispiel ist das benutzerdefinierte Attribut "Änderungsanforderung" bei zwei Maßnahmen hinterlegt und es wird gezeigt, wie nach diesem Attribut mit einem Autofilter gefiltert werden kann.

Abbildung 2: Maßnahme mit benutzerdefiniertem Attribut

Abbildung 3: Autofilter für benutzerdefiniertes Attribut

Abbildung 4: Filterergebnis: Autofilter

Benutzerdefinierte Sichten (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Mit Benutzerdefinierten Sichten kann in der IQ-Software die tabellarische Darstellung der Daten an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So existiert z.B. kein standardisiertes vorgefertigtes Formular (wie z.B. FMEA, CP oder PFD), mit dem man sich einen Überblick verschaffen kann, welche Fehler in einer bestimmten Struktur auftreten können und welche Maßnahmen dafür definiert sind.

In der IQ-Software kann eine solche spezialisierte Sicht mit wenigen Mausklicks erzeugt werden:

Abbildung 5: Benutzerdefinierte Sicht

Jede Benutzerdefinierte Sicht kann nach den einzelnen Spalten sortiert werden und es können die üblichen Filter angewendet werden. Es können beliebig viele Benutzerdefinierte Sichten erstellt, gespeichert und verwaltet werden.

Die folgenden Schritte zeigen, wie die obige benutzerdefinierte Sicht zustande kommt:

Im ersten Schritt legt man fest, für welche Objekte man sich vordringlich interessiert ("Fokusspalte").

Abbildung 6: Benutzerdefinierte Sicht: Fokusspalte

Im nächsten Schritt bestimmt man, welche zusätzlichen Spalten mit angezeigt werden sollen:

Abbildung 7: Benutzerdefinierte Sicht: Spalten

Zuletzt wählt man die anzuzeigenden Attribute und die Art ihrer Darstellung (untereinander oder nebeneinander) aus:

Abbildung 8: Benutzerdefinierte Sicht: Attribute

Reduzieren des Funktionsumfanges

Alle von der IQ-Software angebotenen Möglichkeiten basieren auf konkreten Kundenwünschen und sind aus der Sicht des jeweiligen Anwenders daher unverzichtbar, aber die große und über verschiedene Branchen verteilte Kundenbasis der IQ-Software hat eben auch zur Folge, dass die meisten Anwender nur einen Teil der verfügbaren Funktionalität nutzen wollen oder können.

Der über den eigenen Anwendungsbereich hinausgehende angebotene Funktionsumfang wird dann gelegentlich als irritierend empfunden und sollte im Sinne einer effizienten Nutzung demjenigen, der ihn nicht benötigt verborgen bleiben.

Hierfür bietet die IQ-Software zwei Lösungsansätze:

  • den Customization Manager (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)
  • die Customized Tools (verfügbar als separate Produkte)

Customization Manager (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Mit zunehmendem Funktionsumfang einer Software steigt die Komplexität der Bedienung. Trotz ihrer umfangreichen Funktionalität bleibt die Benutzung der APIS IQ-Software einfach und effizient, da wesentliche Aspekte der Programmoberfläche wie Menüs oder Werkzeugleisten konfigurierbar sind.

Mit dem Customization Manager der IQ-Software sind Sie in der Lage, unterschiedliche Konfigurationen zu erstellen und zu verwalten. Benötigen Sie in verschiedenen Abteilungen verschiedene Softwareumfänge, dann kann mit dem Customization Manager für jede Abteilung eine schlanke und speziell angepasste Variante der IQ-Software konfiguriert werden.

Customized Tools (verfügbar als separate Produkte)

Customized Tools (CT) sind eingenständige Programme, die in der Regel nur einen Teilumfang der in der IQ-Software verfügbaren Sichten und Funktionen bereitstellen und so z.B. Gelegenheitsbenutzern die Bedienung erleichtern. Alle Customized Tools können die Dokumente, die mit der "normalen" IQ-Software erstellt wurden, lesen und im Rahmen ihrer eingeschränkten Funktionalität auch erzeugen.

Zur Zeit sind folgende Customized Tools verfügbar:

  • CT Form:
    Ein Formblatteditor analog zu Excel, allerdings mit wesentlich komfortablerer Bedienung und integrierter Statistik
    Abbildung 9: CT Form
  • CT Analysis Desktop:
    Ähnlich wie CT Form mit zusätzlichen Auswertungen für den Projektfortschritt; richtet sich zusätzlich an Projektverantwortliche
    Abbildung 10: Liste mit offenen Punkten
    Abbildung 11: Abarbeitung Maßnahmen
    Abbildung 12: Reifegrad
  • CT Action:
    Ist auf die Anzeige und Änderung des Status von Maßnahmen spezialisiert und ist primär als Arbeitsinstrument für Maßnahmenverantwortliche gedacht