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  • #29262
    ZF_K_Jacob
    Participant

    Guten Tag.

    Ich versuche in wenigen Worten zu beschreiben was im Moment die Herausforderung ist.

    Beispiel:
    1 Bauteil wird mit einer Kamera auf Vorhandensein geprüft. Hier ist die Entdeckungsmaßnahme die Kamera selbst.

    Die Funktion der Kamera wird mit einem Einstellmeister (Kalibriermeister) ebenfalls überprüft. Dies erfolgt automatisch / halbautomatisch wahlweise 1/ Schicht, bei Variantenwechsel oder nach manueller Anforderung.

    Nun zu meiner Frage:
    – Wie bewerte ich die Gegenprüfung / Kalibrierung der Anlage (Hier handelt es sich ja nicht ums Bauteil sondern um die Prüfvorrichtung für das Bauteil)?
    – Welche Möglichkeiten habe ich in der Entdeckung bzw. im Auftreten und wie kann ich das beschreiben?

    Über Vorschläger hierzu würde ich mich freuen.

    Vielen Dank.

    Grüße…. Karsten Jacob

    #29275
    Cornelia Rahm
    Participant

    Guten Tag Herr Jakob,

     

    Ihre Anfrage im Forum wurde an mich weitergeleitet.

    Da ich Ihre Struktur inhaltlich nicht kenne, kann ich Ihnen nur eine sehr allgemeine Antwort geben:

    – Die Kamerakalibrierung würde ich als Vermeidungsmaßnahme erfassen

    – Die Prüfung durch die Kamera würde ich als Entdeckungsmaßnahme erfassen.

    Ich hoffe, meine Antwort hilft Ihnen weiter.

     

    Viele Grüße,

    Cornelia Rahm

    #29278
    Riccardo Stüber
    Participant

    Hallo – ich sehe das wie Frau Rahm.
    Kameraprüfungen sind in der Regel Entdeckungsmaßnahmen für einen oder mehrere Merkmalsfehler. Dort wird die Prüfung eingetragen und mit E bewertet.
    Die Kalibrierung der Kamera ist oft Standard und gehört aus meiner Sicht zum Prüfmittelmanagement. Sie stellt sicher, dass das bewertete E auch erhalten bleibt.

    Ich habe schon oft gesehen, dass man versucht, nach einer solchen Sache, die Kameraprüfung wieder als Prozess zu betrachten, und wieder versucht, Gründe zu finden, warum sie nicht funktioniert und Vermeidungen eintragen will (Kalibrierung). Das mag noch gehen (auch wenn ich es als sinnfrei betrachte), aber dann versucht man wieder krampfhaft Entdeckungsmaßnahmen einzutragen, die entdecken, ob die Entdeckungsmaßnahme richtig entdeckt hat. Wenn Sie genau da stehen, befinden Sie sich aus meiner Sicht in einem Teufelskreis, der niemals enden wird.

    Entdeckende Prozesse sind nicht wertschöpfend, sondern nur kontrollierend. Daraus ergibt sich, dass sie keine Änderungen am Produkt vornehmen, es sei denn, sie hätten zerstörerisches Potenzial (Messdruckstellen, Fingerabdrücke etc.).
    Eine Kamera kann das nicht. Sie guckt nur. Schlimmstenfalls erkennt sie gute Teile als schlecht und sortiert sie aus. Oder sie erkennt schlechte Teile nicht, was Sie aber bei den Merkmalsfehlern bereits mit E bewerten. Dieses E beantwortet im Klartext: Wie gut entdecke ich den Fehler des Merkmals mit einer kalibrierten Kamera des Typs XY.  Da ist faktisch bereits klar, dass die Kamera kalibriert sein muss. Ansonsten hinterfragen Sie nicht den Prozess, sondern das Konzept der Prüfanlagen.

    Und die Ursachen für diese Fehler liegen niemals an der Kamera, sondern woanders, wo sie auch das A bewerten.

    Man muss einmal dahinter steigen, dann kommt man nicht wieder in die Zwickmühle.

    #29279
    ZF_K_Jacob
    Participant

    Guten Morgen zusammen.

    Vielen Dank Euch beiden für die guten Rückmeldungen.
    Ich habe es tatsächlich inzwischen auch so gemacht.
    Ich musste dazu die Fehlerarten kaum modifizieren und habe die Kalibrierung / Meistermessung in die Vermeidung gesetzt.
    Die Entdeckung betrifft die betroffenen Bauteile in Verbindung mit der Entdeckungsmaßnahme.

    Viele Grüße……

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