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  • #26675
    Zimmer O
    Participant

    Wir haben bei der Bewertung folgendes Problem.

     

    Wir haben eine Fehlfunktion eines Einzelteils (Bild 1 Akustikvolumen SD) mit der Fehlfunktion SD-Volumen nicht geschlossen.

    Diese Fehlfunktion ist mit 3 Fehlfunktionen der Baugruppe LU-Abgasanlage nach vorne verknüpft.

     

    Wenn ich in der Bewertung meine Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen eintrage sind diese für alle drei Fehlfunktionen der Baugruppe identisch (Bild 2).

    In unserem Fall würde das aber nur Teilweise Sinn ergeben und wir bräuchten eigentlich eine „unabhängige Bewertung“ für „SD-Volumen nicht geschlossen“. Genauergesagt, unterschiedliche Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen zu den Fehlfunktionen de LU-Abgasanlage „LU-Dichtheit …. und LU-Subjektive Akustik …).

    Wie geht man in so einem Fall am besten vor?

     

    Wie kann man sich solche Konstellationen am besten anzeigen lassen um sie überhaupt erst einmal zu entdecken?

     

    Die Filteroption im FMEA-Formblatt „name enthält …“ kennen wir bereits. Gibt es dafür eine bessere Möglichkeit?

    #26676
    Jürgen Eilers
    Keymaster

    Es gibt zwei Probleme:

    1. Die Kritikalität der mehrfach im Formblatt angezeigten (identischen) Ursache soll unterschiedlich im Kontext der Fehlerart bewertet werden, d.h. unterschiedliche A- und E-Bewertungszahlen.

    2. Eine Maßnahme wird als „am falschen Ort“ verankert angesehen, z.B. Entdeckungsmaßnahmen bei der Ursache, die aber eigentlich die Fehlerart entdecken.

    Um Punkt 1 zu erkennen gibt es im FMEA-Formblatt die Anzeigeoption „Folgen und Ursachenzähler“. Steht bei einer Ursache nicht eine „1“ in Folgenrichtung, dann werden Maßnahmen und Bewertungszahlen u.U. auch an anderen Stellen im FMEA-Formblatt angezeigt, d.h. Änderungen wirken sich auch dort aus.

    Um zur Unabhängigkeit zu kommen besteht im Kontextmenü bei Ursachen im FMEA-Formblatt die Option „Fehlerursache aufspalten“. Ich persönlich würde dies jedoch mit Hilfe des Struktur-Editors und synchronisiertem Fehlernetz manuell durchführen und dabei das Fehlernetz im Auge behalten. Ziel für unabhängige Bewertungszahlen ist eine „1“ in Folgenrichtung.

    Zu Punkt 2 wäre ein Ansatz die Maßnahmen dort zu platzieren, wo diese tatsächlich vorhanden sind und zur Darstellung im FMEA-Formblatt diese bei den jeweiligen Ursachen einzublenden.

    Das Einblenden ist z.B. möglich indem eine Maßnahme mit Drag&Drop der rechten Maustaste hin zum Ziel gezogen wird und dann die Option „Maßnahme einblenden“ gewählt wird.

    Das Einblenden ist u.a. sinnvoll, wenn eine Fehlerart mit mehreren Ursachen verknüpft ist.

    PS Zum Verständnis eines Fehlernetzes kann auch der Graph-Editor dienen, wenn dort der vollständige Graph geöffnet wird (= Kontextmenü im Graph-Editor).

     

    #26702
    A. Blumenauer
    Participant

    Bitte stellen Sie sich die Frage, ob die Fehlfunktion „SD-Volumen nicht geschlossen“ für alle 3 Folgen exakt die gleiche Fehlfunktion ist, oder ob es bezogen auf die Folgen eventuell Unterschiede gibt, z.B. „SD-Volumen nach oben/zur Seite nicht geschlossen“ oder ähnliches. Wenn Sie auf diese Weise die Fehlfunktion auf 3 sehr ähnliche aber nicht identische Fehlfunktionen aufteilen können, haben Sie Ihr Problem bereits gelöst.

    Falls es sich tatsächlich um ein und dieselbe Fehlfunktion handelt, sollte diese logischerweise auch eine einzige Bewertung für Auftretenswahrscheinlichkeit erhalten.

    Für die Entdeckungswahrscheinlichkeit ist der Hinweis von Hr. Eilers in Richtung „eingeblendete Maßnahmen“ gut. Siehe hierzu auch den gleichnamigen Artikel unter https://www.apis.de/category/methodik/

     

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