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  • #14683
    A. von der Mark
    Participant

    Bin gerade dabei aus den Anforderungen die Funktionen/ Fehlfunktionen abzuleiten und miteinander zu verknüpfen. Das funktioniert allerdings nur mit den Anforderungen, die noch nicht abgeschlossen sind. Man muss also bei abgeschlossenen Anforderungen erst den Zustand über das Kontextmenü wieder zurücksetzen, die Verknüpfung erstellen und den Termin der Anforderung wieder auf abgeschlossen setzen. Damit wird aber auch der ursprüngliche Termin für den Abschluss überschrieben. Das ist irgendwie umständlich.

    Frage: Ist es möglich auch Verknüpfungen mit bereits abgeschlossenen Anforderungen herzustellen, ohne diese erst zurücksetzen zu müssen?

    A. von der Mark
    Innomotive Systems Europe

    #16436
    Peter Rosenbeck
    Participant

    Das Programm geht momentan davon aus, dass abgeschlossene Maßnahmen schreibgeschützt werden müssen. Man könnte zwar Ausnahmen für bestimmte Aktionen zulassen, aber das würde früher oder später zu einer völligen Aufweichung des Konzepts führen, so dass man die Beschränkung gleich ganz fallen lassen kann.

    Wie stehen Sie dazu?

    P. Rosenbeck
    APIS IT GmbH

    #16437
    A. von der Mark
    Participant

    Grundsätzlich halte ich den Schreibschutz für abgeschlossene Anforderungen für sinnvoll und würde nur ungern darauf verzichten. Damit ist sichergestellt, dass nicht aus Versehen die Eigenschaften verändert werden (Beispielsweise beim Anzeigen der Eigenschaften über die Anforderungsstruktur). Im Gegensatz übrigens zur derzeitigen Vorgehensweise, bei der sich das Abschlussdatum zwangsläufig ändertund verfälscht wird.

    Ich meine, dass durch das bloße Anlegen einer Verknüpfung, die Eigenschaften der Anforderung nicht verändert werden. Es wird lediglich eine programminterne Verbindung angelegt, um die Nachvollziehbarkeit und Durchgängigkeit mit der Software besser abzubilden. Die Anforderung selbst oder deren Umsetzung ist davon nicht betroffen.

    A. von der Mark
    Innomotive Systems Europe

    #16438
    Peter Rosenbeck
    Participant

    Das ist eine schwierige Entscheidung; die FMEA-Objekte, mit denen eine Anforderung verknüpft ist, gehören zweifelsohne zu „kritischer“ Information und eine nachträgliche Änderung kann genauso bedenklich sein wie jede andere Änderung.

    Da es ja einen Ihnen bekannten Workaround für diese Situation gibt würde ich erst mal an diesem Verhalten nichts ändern wollen.

    Anders sieht es aus mit dem von Ihnen erwähnten Problem der Verfälschung des Änderungsdatums. Können Sie mir das bitte genauer schildern?

    P. Rosenbeck
    APIS IT GmbH

    #16439
    A. von der Mark
    Participant

    Das habe ich nicht ganz verstanden. Es soll doch weder an dem FMEA-Objekt noch an der Anforderung etwas verändert werden. Es soll nur eine Verbindung zwischen beiden hergestellt werden: In der FMEA ist es wichtig zu wissen, welche Anforderung sich hinter der Funktion verbirgt, und aus Sicht der Anforderungsstruktur ist es hilfreich zu wissen, welche Anforderungen ich auf Grund ihrer Kritizität in der FMEA differenzierter betrachtet habe. Wieso ist das eine nachträgliche Änderung? Könnten Sie mir das genauer erläutern?

    Das Problem mit dem Verfälschen des Änderungsdatums stellt sich wie folgt dar:
    Wird in der Registerkarte „Termin“ der Termin abgeschlossen, trägt die Software das aktuelle Datum ein. Damit wird die Anforderung schreibgeschützt. So weit so gut. Will man aber nachträglich ein FMEA-Objekt mit der Anforderung verknüpfen (in der Regel startet die FMEA ja nach der Strukturierung und Bewertung der Anforderungen) muss nach dem oben beschriebenen Workaround vorgegangen werden. Wird danach der Termin, nachdem die Verknüpfung erstellt wurde, im letzten Schritt wieder abgeschlossen, wird auch das ursprüngliche Abschlussdatum überschrieben. Und das, obwohl die Eigenschaften der Anforderungen nicht verändert wurden.

    A. von der Mark
    Innomotive Systems Europe

    #16440
    Peter Rosenbeck
    Participant

    Zu den Eigenschaften eines Objekts (und damit auch einer Anforderung) gehört auch die Information, mit welchen anderen Objekten es in irgendeiner Weise verknüpft ist. Eine kritische Information einer Fehlfunktion ist z.B. die Eigenschaft, mit anderen Fehlfunktionen in einem Fehlernetz verknüpft zu sein. Eigenschaften sind also nicht nur Textattribute oder Zahlenwerte, sondern können auch struktureller Natur sein. Deshalb verändern Sie auch die Eigenschaften einer Anforderung, wenn Sie sie mit FMEA-Objekten verknüpfen (und umgekehrt übrigens damit auch die der verknüpften FMEA-Objekte).

    Wenn Sie eine bereits abgeschlossene Anforderung nachträglich ändern, dann haben Sie sie damit „nicht wirklich“ abgeschlossen, denn sonst müssten Sie sie ja nicht ändern. Deshalb ist das von Ihnen beschrieben Verhalten des Programmes auch beabsichtigt.

    P. Rosenbeck
    APIS IT GmbH

    #16441
    A. von der Mark
    Participant

    D.h., die Schwierigkeit liegt in der Definition von ?Eigenschaften?. Sie unterscheiden also nicht zwischen den sog. softwareunabhängigen Eigenschaften einer Anforderung wie Zustand, Termin, Verantwortlichem, Status, Priorität, usw. und den softwareabhängigen (strukturellen) Eigenschaften. Sollte man hier nicht differenzieren? Denn gerade die strukturellen Eigenschaften hängen ja ?nur? davon ab, mit welcher Software die Anforderungen bearbeitet werden oder existieren gar nicht, wenn sie manuell bearbeitet werden. An der Umsetzbarkeit der Anforderungen ändert sich dadurch aber nichts.
    Wie sehen Sie das?

    Ein zweites Definitionsproblem sehe ich in dem von Ihnen angesprochenen 2. Punkt: Wann gilt eine Anforderung aus Ihrer Sicht als abgeschlossen? Wenn sie konstruktiv vorgesehen ist (im Sinne von: Anforderung müsste theoretisch erfüllt sein) oder wenn sie tatsächlich und nachweislich erfüllt ist?

    A. von der Mark
    Innomotive Systems Europe

    #16442
    Peter Rosenbeck
    Participant

    Zu den strukturelle Eigenschaften einer Anforderung gehört auch ihre Verknüpfung mit anderen Anforderungen. Da wir Ihrem Wunsch nach einer netzartigen Verknüpfungsmöglichkeit für Anforderungen in der Version 5.1 nachkommen werden, sind diese Verknüfungen dann völlig analog zu den Ursache-Wirkungs-Verknüpfungen der Funkionen und Fehlfunktionen zu sehen. Wenn eine Anforderung „abgeschlossen“ ist (wie auch immer das definiert ist), dann darf m.E. keinesfalls die Postion der Anforderung im Netz (also in Bezug auf andere Anforderungen) geändert werden, da damit wichtige Information verfälscht wird.

    Eine Anforderung abzuschließen bedeutet für uns nichts anderes, als dass man diese Anforderung umgesetzt hat und sie salopp gesprochen nicht mehr anfassen will. Ich vermute, dass unsere etwas naive Weltsicht hier mit Ihren Bedürfnissen nicht übereinstimmt. Insbesondere legen wir uns nicht darauf fest, was „umsetzen“ bedeutet. Wie hätten Sie es denn gerne?

    P. Rosenbeck
    APIS IT GmbH

    #16443
    A. von der Mark
    Participant

    Vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Ich komme leider erst jetzt dazu Ihnen zu antworten (zwischen dem ganzen posten hier ruft halt auch mal das Tagesgeschäft.

    Ich will Ihnen keineswegs Naivität unterstellen. Mich würde eigentlich erst mal interessieren wie Sie sich die Weiterbearbeitung der Anforderungen in der FMEA vorgestellt haben? So eine Art ?best practise? oder Bearbeitungskonzept zur derzeitigen Ausbaustufe des Softwarepaketes. Ein Großteil der Anforderungen wird ja in Form von daraus abgeleiteten Fehlfunktionen in der FMEA weiterbearbeitet. Welchen Zustand haben Ihrer Meinung nach z.B. solche Anforderungen? Wann gelten diese als abgeschlossen/ umgesetzt? Wie ist dann die Terminverfolgung gedacht? Bleibt die Anforderung solange in Bearbeitung bis die Optimierung abgeschlossen ist? Welche Vorgehensweise wird da von Ihnen aus favorisiert bzw. empfohlen?

    Nebenbei bemerkt: Wo bleiben die Reaktionen der anderen Anwender? (Gibt es überhaupt noch andere Anwender?)

    A. von der Mark
    Innomotive Systems Europe

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 10 months von tmprod bearbeitet.
    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 9 months von Daniel Adams bearbeitet.
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