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    Johann Schuster
    Participant

    VDA 4 (Rotdruck): A2.1.2.1 „Schlafender Fehler“

    ZITAT
    In der Regel werden zeitgleich auftretende Fehlfunktionen in der FMEA
    nicht berücksichtigt. Die Produkt- und Prozess-FMEA beschränken sich auf
    die Analyse von einzeln auftretenden Fehlern. Die Fehlerbaumanalyse untersucht
    auch das mögliche gleichzeitige Auftreten von Fehlern und kann
    die FMEA daher z.B. für Sicherheitsanalysen ergänzen.
    Ausnahmsweise können in der FMEA „schlafende“ Fehler betrachtet werden,
    d.h. ein Fehler, der im Normalbetrieb keinen Einfluss auf die Funktion
    hat, wenn er alleine auftritt. Dabei kann es sich um Funktionen handeln, die
    erst auf Anforderung ausgeführt werden und dann im Fehlerfall nicht zur
    Verfügung stehen. Dies sind insbesondere Überwachungsfunktionen und
    Warnanzeigen, die erst im Fehlerfall erforderlich sind. In diesen Fällen können
    zusätzliche weitere Fehler untersucht werden.
    ZITAT ENDE

    Der Standard lässt sich hier nicht darüber aus, wie nun die Schlafenden Fehler genau abgebildet werden sollen. Wer hat hierbei Erfahrungswerte? Für mich wäre ein System mit einem „schlafenden Fehler“ eigentlich eine Variante, da sich ja die Fehlernetze nun erheblich unterscheiden können. Die Annotation zweier Fehler an eine Ursache (wie in Bild A2.1.2-4 dargestellt) halte ich für nicht besonders geeignet.
    Im Sinne von AADL hätte man ein System mit verschiedenen Betriebs- bzw. Fehlermodi vor sich, das es zu analysieren gilt. Der FMEA-Standard unterstützt solche Modi aber nicht.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Kommentare.

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