Ihre Anforderungen – unsere Lösungen

APIS hat von Anfang an die Leistungsfähigkeit und Funktionalität unserer Produkte auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet. Nachfolgend finden Sie einige der von Kunden angesprochenen Kernaspekte und die von uns entsprechend entworfenen Lösungen.
Vorteile der APIS Software

  • Sie sind unzufrieden mit unsystematischer Excel- und Word-FMEA...

    • Aussagekräftige und nachvollziehbare Risikoanalysen mit IQ

      • In den Analyseergebnissen können sich alle Beteiligten auch noch nach längerer Zeit zurechtfinden, wie komplex auch immer das betrachtete System oder der analysierte Prozess ist –> wie?
      • Ursache- und Wirkungszusammenhänge sind stets klar ersichtlich und nachvollziehbar –> wie?
      • Alle Teammitglieder verwenden die gleiche Sprache –> wie?
      • Alle erforderlichen Werkzeuge sind aus einem Guss und setzen auf einem gemeinsamen Datenbestand auf –> wie?
  • Sie möchten Zusatzaufwand durch mehrfache Pflege gleicher Daten vermeiden...

    • Keine Doppelarbeit mit IQ

      • Für die in verschiedenen QM-Dokumenten gemeinsam enthaltenen Daten ist keine redundante Datenpflege erforderlich; alle Informationen befinden sich auf demselben Stand –> wie?
      • Der Pflegeaufwand bei der Analyse von Produkt- oder Prozessvarianten beschränkt sich auf die Variantenunterschiede –> wie?
      • Änderungen an unternehmensweit verfügbaren, zentral verwalteten Wissensmodulen können von allen dezentralen Einbauorten der Module übernommen werden –> wie?
  • Sie wollen die Ergebnisse Ihrer FMEA eindrucksvoll präsentieren...

    • Ihre Präsentationen — Ihre Visitenkarte mit IQ

      • Die Reporterstellung kann durch einen zeitgesteuerten Dienst automatisiert werden und umfangreiche Reports können problemlos gedruckt werden –> wie?
      • Neben der textuellen formblattbasierten Darstellung können auch aussagekräftige Grafiken und Statistiken erstellt werden –> wie?
      • Ebenso einfach ist es möglich, die Daten in HTML für das Intranet bereitzustellen –> wie?
  • Sie wollen die termingerechte Einhaltung Ihrer Aufgaben sicherstellen...

    • Effizientes Terminmanagement mit IQ

      • Über eine Web-Oberfläche ist die zentrale Terminverfolgung möglich. Bei anstehenden Terminen erfolgt auf Wunsch eine automatische Benachrichtigung per E-Mail –> wie?
      • Standardisierte Schnittstellen erlauben das Einpflegen von Termininformationen in Office-Produkte –> wie?
      • Statistische Auswertungsmöglichkeiten informieren über den Erledigungsgrad eines Projektes –> wie?
  • Sie wollen die Total Cost of Ownership Ihrer Software minimieren...

    • Die Kosten im Griff mit IQ

      • Rollout und Pflege sind leicht zu bewerkstelligen –> wie?
      • Nur ein Softwarepaket ist nötig um eine vollständige Risikoanalyse zu erstellen –> wie?
      • Existierende Analysen, die in Fremdsystemen wie z.B. Excel erstellt wurden können problemlos übernommen werden –> wie?
      • Teammitglieder werden durch ausgereifte Bedienstandards und integrierte Methodenunterstützung optimal bei der täglichen Arbeit unterstützt –> wie?
      • Das Produkt passt sich perfekt an Ihre Bedürfnisse an und wächst mit diesen –> wie?
  • Sie arbeiten über verschiedene Standorte verteilt an gemeinsamen Projekten...

    • Bestens vernetzt mit IQ

      • Parallelarbeit von Projektteams an einem gemeinsamen Datenbestand ist ohne zusätzlichen Infrastrukturaufwand möglich –> wie?
      • Der Datenaustausch mit anderen Systemen Ihres Unternehmens ist durch standardisierte Ex- und Importformate gesichert –> wie?
      • Informationen können zwischen Kunden und Lieferanten unter vollem Informationsschutz ausgetauscht und bei Bedarf aktualisiert werden –> wie?
      • Die Analyseergebnisse können durch einfaches Umschalten in verschiedenen international standardisierten Layouts dargestellt werden –> wie?
      • Für Präsentationen oder zum Austausch mit Partnern können umfangreiche Reports erstellt werden –> wie?
  • Sie benötigen für Ihr global agierendes Team mehrsprachige Inhaltspflege...

    • Global kommunizieren mit IQ

      • Die Bedienoberfläche kann im laufenden Betrieb per Knopfdruck in eine von mehreren verfügbaren Bediensprachen umgeschaltet werden –> wie?
      • Die Inhalte können in verschiedenen Sprachen gepflegt und präsentiert werden –> wie?
      • Die Unterstützung asiatischer Schriften ist gewährleistet –> wie?
      • Die Inhalte der unternehmensweit erarbeiteten Modulbibliothek werden zentral im firmeninternen Netzwerk verwaltet –> wie?
      • Die Verwaltung mehrsprachiger Inhalte wird unterstützt –> wie?
      • Externe Übersetzer können die Daten in einem neutralen Format (Excel) bearbeiten –> wie?
  • Sie benötigen zentrales Wissensmanagement und Rückverfolgbarkeit...

    • Wissensbasiertes Arbeiten mit IQ

      • Die Terminverfolgung geschieht zentral und webbasiert –> wie?
      • Zur zentralen Verwaltung von Anwenderdaten besteht eine Anbindung an ein firmenweites Adressbuch –> wie?
      • Die Inhalte der unternehmensweit erarbeiteten Modulbibliothek werden zentral im firmeninternen Netzwerk verwaltet –> wie?
      • Um Daten nach unterschiedlichsten Kriterien zu durchsuchen steht eine mächtige Suchmaschine zur Verfügung –> wie?
  • Sie wollen auch für künftige Anforderungen an Dokumentationspflicht und Standards gerüstet sein...

    • Investitionsschutz und Zukunftssicherheit mit IQ

      • Integrierte Fehlerbaumanalysen (FTA) können für das betrachtete System durchgeführt werden –> wie?
      • Standardisierte Exportformate ermöglichen die quelloffene Langzeitarchivierung der Daten –> wie?
      • IQ steht seit seiner Markteinführung für Technologieführerschaft, ständige Weiterentwicklung und Adaption neuer Standards –> wie?
  • Sie wollen mehr Sicherheit auch bei elektrischen, elektronischen und programmierbar elektronischen Systemen...

    • Sicherheit und Zuverlässigkeit

      • Eine optimale Unterstützung zum Thema „Funktionale Sicherheit“ wird gewährleistet –> wie?
      • Die Betrachtung mechatronischer Systeme ist ohne Einschränkungen möglich –> wie?

Client-Server-Lösungen

CARM Server

(verfügbar als separates Produkt)

Die zentrale Verfügbarkeit und Pflege von Wissensmodulen bietet Redundanzfreiheit und somit einen technologischen Vorsprung. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die Information über die Aktualität der verwendeten Wissensmodule.

Der APIS CARM-Server ist ein aktiver Server, der einen Bestand von Modulen zentral verwaltet und diese Module anderen Anwendern verfügbar macht, wobei der Server Änderungen an den Modulen diesen anderen Anwendern zugänglich macht. Möglich wird dies durch eine Kombination des dokumentenzentrierten Ansatz der APIS IQ-Software (die hier zur besseren Unterscheidung als Client-Software bezeichnet wird) mit der aktiven Servertechnologie.

Die vom CARM Server verwalteten Wissenseinheiten (oder Module) stammen aus den mit der Client-Software erarbeiteten und in Dokumenten gespeicherten Daten. Sie werden vom Client an den Server übertragen und können von anderen Anwendern (Clients) vom Server „abgeholt“ (heruntergeladen) und in deren eigenen Analysen verbaut werden. Solche Module können z.B. standardisierte Prozessschritte oder Bauteile sein.

Ein typische Szenario sieht so aus:

  • Benutzer A erarbeitet eine Erstanalyse eines Moduls auf übliche Weise mit der IQ Client Software
  • Diese Analyse wird von A auf den CARM Server übertragen, wo sie für bessere Übersicht in Kategorien angeordnet werden können und insbesondere einer Versionsverwaltung unterliegen. Ein Server-Administrator kann außerdem die Freigabe von Modulversionen festlegen.
Module upload
Abbildung 1: Modul übertragen
Service manager - process modules
Abbildung 2: Services-Manager – Prozessmodule
  • Benutzer B, C, D… holen sich die aktuelle freigegebene Version vom Server und bauen sie in ihre eigenen Analysen (Dokumente) in geeigneter Weise ein. Der Server merkt sich dabei, welcher Benutzer welche Modulversion verbaut hat und wo er sie in seiner eigenen Analyse eingebaut hat (den Verbauort).
Services manager - module usage
Abbildung 3: Services-Manager-Modulverbauorte
Properties dialog - module user
Abbildung 4: Eigenschaften-Dialog – Modulnutzer
  • Wenn Benutzer A (oder einer der anderen Verwender des Moduls) hierzu neue Erkenntnisse gewonnen hat, dann überträgt er eine neue Version des Moduls an den Server
  • Der Server informiert dann auf Wunsch per E-Mail die Benutzer B, C, D…, die das Modul verbaut haben, dass hiervon eine neue Version existiert. Diese können dann die alte Version in ihrer Analyse durch die neue Version ersetzen.
  • Alternativ kann der Server auch selbsttätig neue Modulversionen in den Verbauorten durch aktuelle Versionen ersetzen, wobei dies durch Definition eines Aktualisierungsauftrages genauer gesteuert werden kann
Services manager - update job
Abbildung 5: Services-Manager – Aktualisierungsauftrag

Alternativ kann der Server auch selbsttätig neue Modulversionen in den Verbauorten durch aktuelle Versionen ersetzen, wobei dies durch Definition eines Aktualisierungsauftrages genauer gesteuert werden kann.

CARM NG Server

verfügbar als separates Produkt

Rechtzeitiges Bearbeiten von Aufgaben und deren Abschluss sind wichtig, denn Zeitverzögerungen sind unproduktiv und verursachen Kosten.

Alle Termine im Blick

Der CARM-NG-Server als Erweiterung der IQ-Software stellt eine passwortgeschützte, intuitiv zu bedienende Weboberfläche für die Terminverfolgung von Maßnahmen zur Verfügung. Maßnahmen können z.B. aus dem Bereich der Risikoanalysen stammen, sie können aber auch in anderen Phasen des Life Cycle Engineering, z.B. bei Audits oder während der Reklamationsbearbeitung festgelegt werden.
Die Maßnahmen und deren Termine werden in der IQ-Software erstellt und zur zentralen Verwaltung an den CARM Server übertragen. Veränderte Maßnahmen und Termine, entstanden z.B. durch das Abschließen einer Maßnahme in der CARM-NG Weboberfäche, können mit der IQ-Software auf Knopfdruck synchronisiert werden.

Vordefinierte Suchabfragen, aber auch eine detaillierte Suchmaske erleichtern das Finden relevanter Maßnahmen mit allen dazugehörigen Daten. Diese können über die Benutzeroberfläche eingesehen, Termin und Bearbeitungsstand bei Bedarf geändert und mit Zusatzinformationen versehen werden. Eine Verlaufsfunktion gewährleistet die Rückverfolgbarkeit aller Änderungen an den Maßnahmen.

Über eine Personenverwaltung kann der Verantwortungsbereich jedes Teammitglieds festgelegt werden. So ist sichergestellt, dass jeder Benutzer nur die ihm zugeordneten Daten einsehen und ändern kann.

Änderungen, die an den Einstellungen oder Daten des CARM-NG-Servers gemacht werden, sind in einem integrierten Protokoll gespeichert, das transparentes Arbeiten garantiert.

Automatisch benachrichtigt

Search Forms
Abbildung 1: Suchmaske
Search results
Abbildung 2: Suchergebnis
In-browser editing
Abbildung 3: Maßnahme-bearbeiten
Change history management
Abbildung 4: Maßnahmenverlauf

Auf Wunsch werden Verantwortliche vom CARM-NG-Server automatisch über anstehende Termine per E-Mail benachrichtigt. Das Zeitfenster für das Senden der Benachrichtigung kann frei gewählt werden, z.B. 7 Tage vor Ablauf eines Termins.

Anpassbarkeit

Firmenspezifische Anpassungen und Auswertungen

Die APIS IQ-Software bietet auch Problemlösungen für einen scheinbar paradoxen Zielkonflikt, der sich in der Praxis jedoch oft einstellt: für einige Anwender kann die Software zu wenig, für andere kann sie zu viel. Hierfür sind in der IQ-Software zwei Gruppen von Möglichkeiten angeboten:

  • Möglichkeiten zur firmenspezifischen Anpassung und Erweiterung des Funktionsumfangs der Software
  • Möglichkeiten zum Reduzieren des bestehenden Funktionsumfanges

Firmenspezifische Anpassungen

Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Kategorisierte Bemerkungen
  • Benutzerdefinierte Attribute
  • Benutzerdefinierte Sichten

Bemerkungskategorien

verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software

Jedes Objekt kann in der IQ-Software mit Bemerkungen versehen werden. In den Bemerkungen kann Text beliebig formatiert werden, es können Verknüpfungen mit anderen Dokumenten, Bildern, Grafiken, Videodateien etc. eingebunden werden und natürlich sind die Bemerkungen auch übersetzbar.

Zusätzlich kann der Anwender aber auch beliebig viele eigene Bemerkungskategorien definieren. Damit ist es z.B. möglich, Dokumente über die allgemein zugängliche Information hinaus auch mit solchen Bemerkungen zu versehen, die nur für den internen Gebrauch bestimmt sind und die auch nur zu sehen sein sollen, wenn eine bestimmte Benutzergruppe das Dokument öffnet.

Ob Bemerkungen angezeigt werden sollen und welche Bemerkungskategorie hierfür verwendet (und z.B. dann auch ausgedruckt) wird steht völlig unter Kontrolle des Anwenders.

“Connector"
Abbildung 1: Bemerkungskategorie

Benutzerdefinierte Attribute

verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software

Das wissensbasierte Datenmodell der IQ-Software stellt bereits eine Vielzahl mächtiger Auswertemöglichkeiten zur Verfügung IQ-Explorer. Doch nicht alle für ein Unternehmen relevanten Informationen können „herstellerseitig“ zum Bestandteil des Datenmodells gemacht werden – dafür ist die Kundenbasis der IQ-Software zu breit gestreut. Um eigene Konzepte und damit Auswertemöglichkeiten in die Analyse einbringen zu können gibt es in der IQ-Software die benutzerdefinierten Attribute.

Man kann benutzerdefinierte Attribute dazu verwenden, sich gleichsam Notizzettel auf bestimmte Objekte zu kleben (wie beispielsweise „systemrelevant“, „Gefährdungspotential“, „Änderungsanforderung“…). Diese Attribute können in den diversen Editoren angezeigt werden und – besonders wichtig – es kann nach ihnen gesucht und mit ihnen gefiltert werden. So kann man sich problemlos einen schnellen Überblick verschaffen, welche Objekte damit assoziiert sind und diese gezielt auswerten oder abarbeiten.

Im Beispiel ist das benutzerdefinierte Attribut „Änderungsanforderung“ bei zwei Maßnahmen hinterlegt und es wird gezeigt, wie nach diesem Attribut mit einem Autofilter gefiltert werden kann.

Action with user defined attribute
Abbildung 2: Maßnahme mit benutzerdefiniertem Attribut
Auto filter for a user defined attribute
Abbildung 3: Autofilter für benutzerdefiniertes Attribut
Result-of-auto-filter
Abbildung 4: Filterergebnis: Autofilter

Benutzerdefinierte Sichten

verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software

Mit Benutzerdefinierten Sichten kann in der IQ-Software die tabellarische Darstellung der Daten an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So existiert z.B. kein standardisiertes vorgefertigtes Formular (wie z.B. FMEA, CP oder PFD), mit dem man sich einen Überblick verschaffen kann, welche Fehler in einer bestimmten Struktur auftreten können und welche Maßnahmen dafür definiert sind.

In der IQ-Software kann eine solche spezialisierte Sicht mit wenigen Mausklicks erzeugt werden:

User defined view
Abbildung 5: Benutzerdefinierte Sicht

Jede Benutzerdefinierte Sicht kann nach den einzelnen Spalten sortiert werden und es können die üblichen Filter angewendet werden. Es können beliebig viele Benutzerdefinierte Sichten erstellt, gespeichert und verwaltet werden.

Die folgenden Schritte zeigen, wie die obige benutzerdefinierte Sicht zustande kommt:

1. Im ersten Schritt legt man fest, für welche Objekte man sich vordringlich interessiert („Fokusspalte“).

User defined view focused column
Abbildung 6: Benutzerdefinierte Sicht: Fokusspalte

2. Im nächsten Schritt bestimmt man, welche zusätzlichen Spalten mit angezeigt werden sollen:

User defined view columns
Abbildung 7: Benutzerdefinierte Sicht: Spalten

3. Zuletzt wählt man die anzuzeigenden Attribute und die Art ihrer Darstellung (untereinander oder nebeneinander) aus:

User defined view attributes
Abbildung 8: Benutzerdefinierte Sicht: Attribute

Reduzieren des Funktionsumfanges

Alle von der IQ-Software angebotenen Möglichkeiten basieren auf konkreten Kundenwünschen und sind aus der Sicht des jeweiligen Anwenders daher unverzichtbar, aber die große und über verschiedene Branchen verteilte Kundenbasis der IQ-Software hat eben auch zur Folge, dass die meisten Anwender nur einen Teil der verfügbaren Funktionalität nutzen wollen oder können.

Der über den eigenen Anwendungsbereich hinausgehende angebotene Funktionsumfang wird dann gelegentlich als irritierend empfunden und sollte im Sinne einer effizienten Nutzung demjenigen, der ihn nicht benötigt verborgen bleiben.

Hierfür bietet die IQ-Software zwei Lösungsansätze:

  • den Customization Manager (verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)
  • die Customized Tools (verfügbar als separate Produkte)

Customization Manager

verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software

Mit zunehmendem Funktionsumfang einer Software steigt die Komplexität der Bedienung. Trotz ihrer umfangreichen Funktionalität bleibt die Benutzung der APIS IQ-Software einfach und effizient, da wesentliche Aspekte der Programmoberfläche wie Menüs oder Werkzeugleisten konfigurierbar sind.

Mit dem Customization Manager der IQ-Software sind Sie in der Lage, unterschiedliche Konfigurationen zu erstellen und zu verwalten. Benötigen Sie in verschiedenen Abteilungen verschiedene Softwareumfänge, dann kann mit dem Customization Manager für jede Abteilung eine schlanke und speziell angepasste Variante der IQ-Software konfiguriert werden.

Customized Tools

verfügbar als separate Produkte

Customized Tools (CT) sind eigenständige Programme, die in der Regel nur einen Teilumfang der in der IQ-Software verfügbaren Sichten und Funktionen bereitstellen und so z.B. Gelegenheitsbenutzern die Bedienung erleichtern. Alle Customized Tools können die Dokumente, die mit der „normalen“ IQ-Software erstellt wurden, lesen und im Rahmen ihrer eingeschränkten Funktionalität auch erzeugen.

Zur Zeit sind folgende Customized Tools verfügbar:

  • CT Form: Ein Formblatteditor analog zu Excel, allerdings mit wesentlich komfortablerer Bedienung und integrierter Statistik.
User defined view
Abbildung 9: CT-Form

 

  • CT Analysis Desktop: Ähnlich wie CT Form mit zusätzlichen Auswertungen für den Projektfortschritt; richtet sich zusätzlich an Projektverantwortliche.

 

task list
Abbildung 10: Liste mit offenen Punkten
Status actions work off
Abbildung 11: Abarbeitung Maßnahmen
Status trend
Abbildung 12: Reifegrad
  • CT Action: Ist auf die Anzeige und Änderung des Status von Maßnahmen spezialisiert und ist primär als Arbeitsinstrument für Maßnahmenverantwortliche gedacht

Datenaustausch – XML

verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software

Offene Standards bieten eine zeitgemäße Möglichkeit, Daten aus verschiedenen Applikationen zu verarbeiten. APIS IQ-Software bietet Ihnen eine umfangreiche XML-Schnittstelle, mit der Sie nicht nur Text, sondern auch Zusammenhänge von Informationen in ein offenes Format überführen können. Ebenso können Sie Informationen auf diesem Weg in die IQ-Software transportieren. Zugleich bietet Ihnen diese Schnittstelle die Möglichkeit, Ihre Daten zukunftssicher zu archivieren. Es handelt sich dabei um einfache Textdateien, die alle nötigen Informationen enthalten und die quer über verschiedene Betriebssysteme und Anwendungen gelesen und interpretiert werden können.

APIS IQ-Software unterstützt zwei Formate von XML-Spezifikationen (DTD = Document Type Definition). Das erste ist ein offizieller und offener Standard, der von einer Arbeitsgruppe, gebildet von namhaften Herstellern, entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um die Version msrfmea_2_1_2 (siehe msrfmea_2 _1_2.ml.dtd), welche über alle Versionen der APIS IQ-Software (beginnend bei V5.0d) unterstützt wird. Das andere Format ist eine Draft-Version die weitgehend kompatibel zu 2_1_2 ist, aber einige Erweiterungen und Anpassungen der neueren Versionen der APIS IQ-Software enthält.

Die folgende Tabelle zeigt die von der jeweiligen Version der APIS IQ-Software unterstützte XML-Version (bitte klicken Sie darauf um die Spezifikation und Dokumentation dazu herunter zu laden):

IQ-Software V5.0d/e and V5.1 V6.0 V6.5
MSR-Format 2.1.2 Import/Export Import/Export Import/Export
Draft Format 2.2.0 Import Import/Export Import
Draft Format 2.2.1 Import Import Import/Export

Die Editoren und das Modell

Die APIS IQ-Software bietet eine Reihe von Möglichkeiten für die systematische Analyse und Darstellung auch umfangreicher und komplexer Systeme.

Strukturbaum

Die Darstellung eines Systems in Form eines Strukturbaums bietet optimale Übersichtlichkeit. Bei sehr großen Systemen kann durch gezieltes Einfalten bestimmter Bereiche der Fokus auf ein zu bearbeitendes Teilsystem gesetzt werden. In einem optional einblendbaren Fenster werden detaillierte Informationen zur markierten Komponente angezeigt.

function net
Struktur-Editor-Systemstruktur

Prozessablauf

Mit dem Prozessablauf-Diagramm ist eine anschauliche Darstellung eines Prozessflusses möglich. Jeder Prozessschritt kann mit bildlicher Information angereichert werden. Falls gewünscht können Bereiche des Diagramms farbig hinterlegt werden. Dies trägt in erhöhtem Maße zur Übersichtlichkeit bei. Zu den einzelnen Prozessschritten werden die jeweiligen Merkmale im Ablaufdiagramm tabellarisch aufgelistet.

function net
Prozessablauf-Diagramm

Funktionale Zusammenhänge

Die Betrachtung funktionaler Zusammenhänge gewinnt bei der Risikoanalyse komplexer Systeme zunehmend an Bedeutung. Sie wird in der IQ-Software im Funktionsnetz durchgeführt. Der Funktionsnetz-Editor kann für jede Funktion wichtige Kontextinformationen (z.B. welches Systemelement Träger der Funktion ist) anzeigen, die die Orientierung erleichtern.

function net
Funktionsnetz

Fehlerzusammenhänge

Das Aufdecken von Fehlerzusammenhängen ist Kernstück jeder Risikoanalyse. Hierfür bietet die IQ-Software den Fehlernetz-Editor. Dort können die Fehlerzusammenhänge erstellt und adäquat visualisiert werden. Die zuvor durchgeführten Struktur- und Funktionsanalysen können hierbei wirkungsvoll genutzt werden, indem z.B. mögliche Fehlerzusammenhänge aus dem Funktionsnetz abgeleitet werden. Durch die optionale Anzeige von Kontextinformation (z.B. welcher Funktion eine Fehlfunktion zugeordnet ist) bietet auch der Fehlernetz-Editor ein sehr hohes Maß an Flexibilität und Übersichtlichkeit.

failure net
Fehlernetz

FMEA-Formblatt/Maßnahmenanalyse

Wenngleich die Maßnahmenanalyse auch in den anderen Editoren durchgeführt werden kann, wird diese Aufgabe oftmals im FMEA-Formblatt erledigt. Leider gibt es hierfür kein international verbindliches Layout; es existiert vielemehr eine Vielzahl länderspezifischer (z.B. VDA, AIAG) und oftmals auch firmenspezifischer Formate. Die IQ-Software hat auch hierfür die bestmögliche Lösung anzubieten.

failure net
FMEA-Formblatt-VDA

Basierend auf der Struktur, Funktions- und Fehleranalyse kann das FMEA-Formblatt automatisch erstellt werden. Somit ist auch hier die Durchgängigkeit gewährleistet. Mit einer einzigen Tastenkombination kann das Layout eines FMEA-Formblattes gewechselt werden, so dass es zB. nach VDA, oder nach AIAG dargestellt (und natürlich auch bearbeitet und gedruckt) werden kann.

Es ist aber auch möglich, ein „leeres“ Formblatt in einem beliebigen Layout zu öffnen und direkt auszufüllen, ähnlich wie man es von Excel gewohnt ist, allerdings mit wesentlich mehr Bedienkomfort. Der Layout-Wechsel „per Knopfdruck“ ist auch in diesem Fall uneingeschränkt möglich.

Mit einer Reihe von statistischen Auswertemöglichkeiten bietet die IQ-Software in allen Projektphasen entsprechende Dokumente für Präsentationen und das Controlling.

Paretoanalyse

Die Erstellung einer Paretoanalyse verschafft einen Überblick an welchen Stellen das höchste Risiko zu erwarten ist. Die Auswertung kann über unterschiedliche Datenbereiche durchgeführt werden. Die IQ-Software bietet die Möglichkeit, ausgehend von der statistischen Auswertung, mit einem einzigen Mausklick beispielsweise direkt in das FMEA-Formblatt zu springen, um dort eine Bearbeitung der Daten vorzunehmen.

failure net
Statistik-Pareto

Maßnahmenverfolgung

Mit der statistischen Auswertung „Maßnahmenverfolgung“ bietet die IQ-Software einen Überblick über den Abarbeitungsgrad von festgelegten Maßnahmen bezogen auf den zeitlichen Verlauf.

failure net
Statistik-Massnahmenverfolgung

Excel-Import

Import von FMEA-Formblättern aus Tabellenkalkulationsprogramm (z.B. Excel)

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Sie verfügen evtl. bereits über einen Bestand von FMEA-Formblättern, die mit einer Tabellenkalkulation erstellt worden sind (z.B. Excel, Abbildung 1) und die Sie ohne Zusatzaufwand in die APIS IQ-Software übernehmen wollen.

Hierzu bietet IQ-FMEA eine Importfunktion: Sie öffnen einfach die xls-Datei über das Dateimenü (Abbildung 2) und bestimmen dann im IQ-Importdialog für xls-Dateien (Abbildung 3), wie die Daten in der Tabelle zu interpretieren sind. Dazu ordnen Sie den einzelnen Spalten der Tabelle, die importiert werden sollen, die entsprechenden IQ-Objekte zu, indem Sie für die Spalte das gewünschte IQ-Objekt aus einer Liste der möglichen Objekte (Abbildung 4) auswählen.

Table in a spreadsheet program
Abbildung 1: Tabelle im Tabellenkalkulationsprogramm
Open file - import of external formats
Abbildung 2: Datei öffnen – Import von Fremdformaten
IQ import dialog for xls files
Abbildung 3: IQ-Import-Dialog für xls-Dateien
Selection of IQ objects
Abbildung 4: Auswahl der IQ-Objekte
Result after import
Abbildung 5: Importergebnis

Fehlerbaumanalyse

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Um detaillierte Aussagen bezüglich der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Systems machen zu können ist es oftmals notwendig eine Fehlerbaumanalyse durchzuführen. Die APIS IQ-Software unterstützt die Durchführung einer Fehlerbaumanalyse nach DIN 25424.

Als Basis für die Erstellung der Fehlerbäume werden die, in den meisten Fällen bereits vorhandenen, Fehlernetze verwendet. Somit müssen nur noch die Verknüpfungsarten der jeweiligen Fehler überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Natürlich ist auch ein Erstellen von Fehlerbäumen unabhängig von Fehlernetzen möglich.

FTA Failure net
Fehlernetz

Basierend auf obigem Fehlernetz erstellt die IQ-Software einen Fehlerbaum:

FTA Fault tree
Fehlerbaum

Bei Bedarf können die Verknüpfungsarten ergänzt bzw. angepasst werden. Ein mögliches Resultat könnte wie folgt aussehen:

Changed fault tree
geänderter Fehlerbaum

Die Berechnungsformeln der Fehlerbaumanalyse nach DIN 25424 liefert die Werte für Nichtverfügbarkeit (U) und Fehlerhäufigkeit (H).

Die Anzeige des Fehlerbaumes als Minimalschnitt ist ebenfalls möglich.

minimal cut set
Minimalschnitt

Die Werte, welche die Grundlage für die Berechnung bilden, werden für die Basisfehler über den Eigenschaften-Dialog erfasst:

Properties dialogue
Eigenschaften-Dialog

Desweiteren bietet die IQ-Software eine Fehlerbaumanalyse basierend auf Ausfallraten in ppm-Werten.

ppm values
ppm-Werten

Funktionale Sicherheit (functional safety) nach IEC 61508 / ISO 26262

(verfügbar in den PRO-Versionen der IQ-Software)

Im Zuge der Standardisierung bei der Entwicklung von sicherheitsrelevanten Systemen, gewinnt das Thema Funktionale Sicherheit immer mehr an Bedeutung. Die APIS IQ-Software bietet, basierend auf dem Fehlernetz, Verfahren zur Auswertung und Berechnung der notwendigen Kriterien.

ISO 26262 in der Praxis

Schon jetzt wird in bedeutenden Firmen mit Hilfe der IQ-Software im Bereich der Validierung gem. ISO 26262 die Unterstützung genutzt, z.B. indem aus umfangreichen Fehlernetzen die Minimalschnitte exportiert werden. Aber auch ISO 26262 Berechnungsverfahren und das Arbeiten mit Risikographen haben Eingang in die APIS IQ-Software gefunden. Das FMEDA-Formblatt unterstützt die Erfassung und Darstellung der quantitativen Kenngrößen.

FMEDA-Formblatt
FMEDA-Formblatt

Im industriellen Umfeld können quantitative Kenngrößen nicht nur manuell erfasst werden, sondern der APIS CARM-NG-Server verfügt über einen Service, mit dem die Zuordnung zu Bauteilarten erfolgen kann und dann komfortabel über die entsprechenden Parameter die Kenngrößen im Bereich Funktionaler Sicherheit zugeordnet werden.

Die Praxisanwendung hat auch gezeigt, dass die in Funktionsnetzen enthaltenen Informationen für quantitative Berechnungen durchaus sinnvoll genutzt werden können. Weitere neue Möglichkeiten wurden geschaffen, um die Berechnung unter Berücksichtigung der latenten Fehler zu vereinfachen.

Für die Top-Fehler eines Systems berechnet die IQ-Software z.B. gemäß der IEC-Norm den PFH-Wert (mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit) und den SFF-Wert (Anteil ungefährlicher Ausfälle). Die berechneten Werte werden gegen Vorgabewerte verglichen und Abweichungen werden signalisiert.

Functional safety
Funktionale Sicherheit

Die Einteilung der Top-Fehler in Gefährdungsklassen (SIL-/ASIL-Werte aus einem Risikographen) sowie die Entdeckbarkeit (DC-Wert – Diagnosedeckungsgrad) und die Fehlerrate (FIT-Wert) der Basisfehler können über den Eigenschaften-Dialog oder den Objektinspektor bequem erfasst warden.

entering values
Funktionale Sicherheit – Eingeben der Werte

Beispiel

Zur besseren Verdeutlichung der APIS IQ-Funktionalitäten zur FuSi haben wir für Sie das ISO-26262-Beispiel modelliert. Dies können Sie sich zusammen mit einer Dokumentation als zip-Datei herunterladen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren. Bei Interesse und weiterführenden Fragen wenden Sie sich gern an sales@apis.de.
ISO-26262-Beispiel & Dokumentation zip, Englisch

iCalendar (RFC 2445)

(verfügbar in allen IQ-Software-Produkten)

iCalendar iCalendar ist ein definiertes Datenformat, welches von vielen Applikationen mit Terminverwaltung unterstützt wird. Es ermöglicht den Import von Terminen aus der APIS IQ-Software. Die IQ-Software bietet Hilfsmittel, schnell und unkompliziert offene Maßnahmen zu finden und die Verantwortlichen per E-Mail zu benachrichtigen.

Neben den Hinweisen zu den Maßnahmen und der Auflistung als HTML-Datei enthält die E-Mail zusätzlich eine iCalendar-Datei als Anhang. Diese kann z.B. in Outlook (MS) oder Lightning (Thunderbird) importiert werden. Sie taucht dort als Termin mit Erinnerung auf und enthält u.a. Informationen zum Kontext der Maßnahme (Struktur etc.).

Outlook import
Outlook (MS)

Integrierte Methodenunterstützung

Methodische Unterstützung mittels Ratgeber

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Der Ratgeber bietet integrierte Methodenunterstützung, indem er den Stand Ihrer Risikoanalyse auswertet und Vorschläge bezüglich notwendiger Ergänzungen gibt. Wenn der Ratgeber aktiviert ist, dann wird bei jedem Objekt, bei dem noch Aktivitäten des Benutzers erforderlich sind, ein Baustellen-Symbol angezeigt.

entering values
Abbildung 1: Ratgebersymbole

Ein Doppelklick auf dieses Symbol öffnet den Eigenschaften-Dialog für das Objekt mit der Ratgeber-Seite. Auf dieser Seite sind alle für dieses Objekt durchzuführenden Aktionen aufgelistet.

entering values
Abbildung 2: Vorschlag-des-Ratgebers

Durch einfaches Anklicken kann der Benutzer dann die gewünschte Aktion auslösen, so dass eine detaillierte Kenntnis der Software-Funktionalität hierzu nicht erforderlich ist.

entering values
Abbildung 3: Umsetzen-des-Ratgeber-Vorschlags

Das Regelwerk, das dem Ratgeber zugrunde liegt, kann für die Belange Ihres Unternehmens angepasst werden, so dass nur die für Sie relevanten Vorschläge vom Ratgeber in Betracht gezogen werden.

entering values
Abbildung 4: Anpassen-der-Ratgeber-Regeln

Wissen auffrischen mit Lerneinheiten

Lerneinheiten vermitteln nicht nur Wissen über die Nutzung der APIS IQ-Software, sondern auch über die Durchführung der FMEA. Die verschiedenen Themen werden in einer verständlichen und kompakten Art erläutert und an Illustrationen veranschaulicht.

Mit dem Durcharbeiten der Lerneinheiten lernt auch der unerfahrene Anwender Schritt für Schritt, wie er z.B. eine System-, Konstruktions- oder Prozess-FMEA mit der IQ-Software erstellen kann. Der fortgeschrittene Anwender kann Lerneinheiten gezielt einsetzen, um seine Kenntnisse zu ergänzen.

LDAP

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Die LDAP LDAP-Unterstützung der APIS IQ-Software bietet die Möglichkeit, Personendaten aus dem zentralen Unternehmensadressbuch zu übernehmen. Somit ist nur eine Stelle notwendig, an der Adressdaten gepflegt werden („single point of administration“). Die dafür gewählte hierarchische Darstellung als Baum ermöglicht dabei ein leichtes Zurechtfinden in großen Adressbeständen.

LDAP-Unterstützung
LDAP-Unterstützung

Langzeitarchivierung

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Die APIS IQ-Software bietet mehrere Möglichkeiten Daten zukunftssicher zu archivieren. Die bereits im Kapitel Export beschriebenen Möglichkeiten können auch für die Langzeitarchivierung verwendet werden. Grundsätzlich stehen über den Präsentationsdruck und WebPublisher zwei Mittel zur Verfügung, die Daten in bereits visualisierter Form zu hinterlegen. Über PDF-Drucker können die Präsentationsausdrucke einfach als PDF-Datei erzeugt werden. Damit können zwei als zukunftssicher zu bezeichnende elektronische Formate verwendet werden. Über den CSA-WebPublisher bzw. CSA-PdfPublisher kann diese Archivierung zeitgesteuert von einem Server erledigt werden.

Die Motivation der XML-Schnittstelle ist eine andere. Sie ist nicht primär an der Visualisierung der Daten orientiert sondern hat ihren Schwerpunkt in den inhaltlichen Zusammenhängen. XML ist als einfaches Textformat zukunftssicher. Die Interpretationsmöglichkeit der Inhalte dürfte demnach auf absehbare Zeit gesichert sein.

Nicht zuletzt kommt der IQ-Software in punkto Archivierung der dokumentenzentrierte Ansatz entgegen. Da die verwendeten Dateien (.fme) in sich abgeschlossene Informationseinheiten darstellen, können diese einfach und individuell über Backupstrategien gesichert oder kopiert werden.

Mechatronik-FMEA

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Mechatronische Systeme unterscheiden sich von herkömmlichen technischen Systemen dadurch, dass sie Fehlerzustände im System selbst erkennen und ja nach Fehlerzustand geeignete Reaktionen einleiten können. Die eingeleiteten Fehlerreaktionen haben üblicherweise das Ziel, Gefährdungen durch vorliegende Fehlfunktionen des Systems abzuwenden. Hierbei muss das System ggf. den jeweiligen Betriebszustand berücksichtigen, in dem es sich zum Zeitpunkt des Erkennens und der Reaktion befindet.

Die Darstellung der zum Teil komplexen Wirkmechanismen mechatronischer Systeme erfolgt im Fehlernetz der IQ-Software.

Im folgenden Beispiel wird analysiert, wie sich ein Fehler eines Sensors („erzeugt falsches Signal“) mit zwei Ursachen in einem mechatronischen System in zwei verschiedenen Betriebszuständen („Betrieb“ und „Ruhezustand“) auswirkt.

Failure Net with operating states
Abbildung 1: Fehlernetz mit Betriebszuständen

Wenn sich der Fehler im Betrieb des Systems einstellt, gibt es zwei alternative Folgenpfade, ein Pfad mit Fehlererkennung und ein Pfad ohne Fehlererkennung. Im Pfad ohne Fehlererkennung stellt sich eine mit B=9 bewertete Folge ein („Ansteuern des Antriebs außerhalb der Spezifikationen“)

Failure Net with failure detection and operating state
Abbildung 2: Fehlernetz mit Fehlererkennung und Betriebszustand

Wenn jedoch die Fehlererkennung aktiv ist, kann eine Fehlerreaktion ausgelöst werden, die dafür sorgt, dass das System in einem abgesicherten Störungsmodus betrieben werden kann.

Failure net with failure reaction, failure detection and operating state
Abbildung 3: Fehlernetz mit Fehlerreaktion, Fehlererkennung und Betriebszustand

Da Fehlererkennungen und Fehlerreaktionen von Funktionen abgeleitet werden ist es möglich, auch für sie eine Risikoanalyse durchzuführen („was passiert, wenn die Erkennung nicht funktioniert“).

Betriebszustände, Fehlererkennungen und Fehlerreaktionen können im Fehlernetz beliebig miteinander kombiniert werden und sind voneinander unabhängig. Es ist also z.B. nicht unbedingt erforderlich, Betriebszustände mit in die Betrachtung einzubeziehen, wenn nur die Auswirkungen von Fehlererkennungen in einem mechatronischen System untersucht werden sollen oder Fehlererkennungen zu benutzen, wenn nur das vom Betriebszustand abhängige unterschiedliche Fehlverhalten eines Systems untersucht werden soll.

Betriebszustände, Fehlererkennungen und Reaktionen können als Filterkriterien benutzt werden, so dass z.B. im Fehlernetz nur Pfade mit einer bestimmten Fehlererkennung oder einem bestimmten Betriebszustand betrachtet und alle anderen ausgeblendet werden können.

Modellbasierte Risikoanalyse

Vielfach wird Risikoanalyse mit dem „Ausfüllen des FMEA-Formulars“ gleichgesetzt. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass das ausschließliche Arbeiten in einem Formular es nahezu unmöglich macht, eine vollständige und widerspruchsfreie Analyse der Fehlermöglichkeiten, Fehlerzusammenhänge und des Optimierungspotentials in den modernen, zunehmend komplexer werdenden Systemen und Prozessen zu leisten.

Es stellt sich bei unsystematischer Vorgehensweise bald heraus, dass man über Ursache- Wirkungs-Zusammenhängen von Fehlern nur dann vernünftige Aussagen treffen kann, wenn auch geklärt ist, welchen Funktionen des zu betrachtenden Systems oder Prozesses diese Fehler zuzuordnen sind.

Dies wiederum setzt voraus, dass man sich über den Aufbau des Systems oder Prozesses aus Funktionsträgern im Klaren ist, oder anders ausgedrückt:

  • für jeden Fehler, den man in der Analyse verwendet sollte man wissen, welche Funktion da versagt
  • für jede Funktion sollte man wissen, welchem physikalischen Funktionsträger sie zugeordnet ist
  • für jeden Funktionsträger sollte man wissen, mit welchen anderen Funktionsträgern er zusammenwirkt

Diese Zuordnung und damit die Voraussetzung für die Nachvollziehbarkeit der Analyse stellt die APIS IQ-Software auf vielerlei Arten sicher, indem sie ausgereifte, mächtige und einfach zu bedienende Werkzeuge für eine saubere Modellbildung anbietet, wie sie insbesondere vom Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) gefordert wird. Da sich die Vorgehensweise bei der Modellbildung nur am Aufgabengebiet „Risikoanalyse in komplexen technischen Systemen und Prozessen“ orientiert, ist sie jedoch in keiner Weise branchenspezifisch und wird daher nicht nur im Automotive-Bereich sondern z.B. auch in der Luft- und Raumfahrt oder der Medizintechnik eingesetzt.

Für die einzelnen Phasen der Modellbildung bietet die IQ-Software eine Reihe von spezialisierten Werkzeugen (sog. „Editoren“), die allesamt auf einem redundanzfreien, integrierten Datenbestand operieren, so dass kein mehrfacher Pflegeaufwand erforderlich ist.

Die Phasen der Modellbildung und die Sie unterstützenden Editoren sind:

Phase Ziel wird unterstützt von
Strukturanalyse Identifiziert die Funktionsträger des betrachteten Systems oder Prozesses und ihre Beziehungen untereinander Struktur-Editor
Editor für Funktions- und Fehleranalyse (FFA)
(FMEA-Formblatt)
Funktionsanalyse Identifiziert die Funktionen der Funktionsträger und deren Zusammenwirken Struktur-Editor
Editor für Funktions- und Fehleranalyse (FFA)
Funktionsnetz-Editor
(FMEA-Formblatt)
Fehleranalyse Identifiziert die Versagensarten der Funktionen und deren Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge Struktur-Editor
Editor für Funktions- und Fehleranalyse (FFA)
Fehlernetz-Editor
Fehlerbaum-Editor
(FMEA-Formblatt)
Risikobeurteilung und Optimierung Bewertet die möglichen Fehler und identifiziert Möglichkeiten zur Vermeidung oder Reduzierung von Risiken FMEA-Formblatt
Struktur-Editor
Editor für Funktions- und Fehleranalyse (FFA)
Fehlernetz-Editor
Reporting und Controlling Statistische Aufbereitung der Risikoinformation und Überwachung der Umsetzung von Maßnahmen Terminverfolgung
FMEA-Formblatt
Data Mining Wissensbasierte Auswertung des erarbeiteten Informationsbestandes IQ-Explorer

Es ist dabei nicht zwingend erforderlich, die Analyse in der oben aufgeführten empfohlenen Reihenfolge der Phasen durchzuführen. Die IQ-Software erlaubt jedes Vorgehensmodell und unterstützt Sie in vielfältiger Weise dabei, die für die Nachvollziehbarkeit unerlässigen Informationen nachträglich zu ergänzen, wenn ihre Erarbeitung aus pragmatischen (z.B. zeitlichen) Gründen gerade nicht möglich ist. So kann – um nur ein Beispiel zu nennen – etwa das Funktionsnetz nachträglich aus einem existierenden Fehlernetz abgeleitet werden.

Mehrsprachigkeit

In Zeiten der Globalisierung ist für international agierende Unternehmen eine mehrsprachige Bedienoberfläche ebenso wichtig wie die Möglichkeit, die Risikoanalysen in verschiedenen Sprachen zu pflegen. Die APIS IQ-Software bietet für beide Anforderungen Lösungen an, die sich seit vielen Jahren in der Praxis bewährt haben.

Bediensprachen

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Die IQ-Software ist mittlerweile in 9 Bediensprachen, darunter zwei ostasiatische Sprachen, verfügbar.

choosing the interface language
Abbildung 1: Auswahl der Bediensprache

Die Bediensprache der IQ-Software kann im laufenden Betrieb der Software (also ohne Neuinstallation) gewechselt werden, ohne dass hierzu das Programm verlassen werden muss.

Structure Editor in German
Abbildung 2: Struktur-Editor – deutsch
Structure Editor in English

Abbildung 3: Struktur-Editor – englisch
Structure Editor in Chinese

Abbildung 4: Struktur-Editor – chinesisch

Mehrsprachige Dateninhalte

(nicht verfügbar in IQ-FMEA, vgl. Produktvergleich)

Selbstverständlich bietet die IQ-Software auch die Möglichkeit, die Inhalte in unterschiedlichen Sprachen zu erfassen und zu pflegen, wobei es für die Anzahl der Sprachen keine Beschränkungen gibt (es können also auch Datensprachen benutzt werden, für die es evtl. keine Unterstützung in der Oberflächensprache gibt).In allen Arbeitsbereichen ist eine zweisprachige Darstellung der Inhalte möglich. Hierbei gibt es keinerlei Beschränkungen bezüglich des Bearbeitens der Daten.

Contents: Structure Editor
Abbildung 5: Inhalte: Struktur-Editor
Contents: FMEA Form
Abbildung 6: Inhalte: FMEA-Formblatt
Contents: Failure Net

Abbildung 7: Inhalte: Fehlernetz

Unterstützung asiatischer Sprachen

Auch die Unterstützung asiatischer Sprache ist gewährleistet.
Contents: Failure Net

Abbildung 8: Inhalte: Formblatt chinesisch

Die Pflege bzw. Übersetzung der Inhalte kann prinzipiell in jedem Arbeitsbereich erfolgen. Als spezialisiertes Tool ist in der IQ-Software hierfür die „Terminologie und Übersetzung“ vorgesehen.

Contents: Failure Net

Abbildung 9: Data Manager: Terminologie

Unterstützung bei der Übersetzung

Die IQ-Software unterstützt den Anwender bei der Aufgabe, die Übersetzungen immer auf dem aktuellen Stand zu halten, indem nach Objekten gesucht werden kann, bei denen die Übersetzungen älter sind als der jeweilige Begiff in der führenden Sprache („Referenzsprache“).

Unterstützung externer Übersetzer

Auch für den Fall, dass die Analysen extern übersetzt werden sollen, bietet die IQ-Software eine pragmatische Lösung. Hierfür können die Dateninhalte in eine XLS-Datei exportiert werden (Excel). In dieser Datei ist die Referenzsprache gegen Änderungen geschützt.

Contents: Failure Net

Abbildung 10: Data Manager: Übersetzung exportieren
Contents: Failure Net

Abbildung 11: Data Manager: exportierte Übersetzung in Excel

Wenn die externe Übersetzung in Excel abgeschlossen ist, können die Übersetzungsergebnisse ebenso einfach in die IQ-Software zurück übertragen werden.

Redundanzfreiheit

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Die redundante Pflege von Daten bedeutet nicht nur einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand, sondern ist in vielen Fällen auch der Grund für inkonsistente oder fehlerhafte Datenbestände. In vielen Fällen wird ein und dasselbe Datenobjekt in verschiedenen QM-Dokumenten benötigt bzw. verwendet.

Die APIS IQ-Software gewährleistet größtmögliche Redundanzfreiheit beim Erfassen und Pflegen der Daten. Basierend auf einem einheitlichen Datenmodell stellen verschiedene QM-Dokumente nur unterschiedliche Sichten auf den gleichen Datenbestand dar. Diese Sichten werden von den unterschiedlichen Editoren der IQ-Software erzeugt und, da sie auch stets gedruckt werden können, auch als QM-Dokumente bezeichnet. Werden nun bestimmte Attribute eines Datenobjektes geändert, so wirkt sich das unmittelbar in allen QM-Dokumenten aus, in denen diese Objekt zu sehen ist. Somit ist keine Mehrfachpflege für mehrfach sichtbare Objekte erforderlich.

Um dies zu verdeutlichen betrachten wir die Spezifikation eines Produktmerkmals. Die nachfolgende Abbildung zeigt das Produktmerkmal „Abreißkraft = 20 N – 2“ sowohl im Funktions-/Merkmalsnetz als auch im Prozessablauf-Diagramm (also in zwei verschiedenen QM-Dokumenten) 1

Process flow diagram
Abbildung 1:
PFD – Prozessablauf-Diagramm

Wird nun der Wert des Produktmerkmals geändert (von „20“ auf „30“), dann wirkt sich diese Änderung unmittelbar in allen Dokumenten oder Sichten aus, an denen dieses Produktmerkmal verwendet wird. In diesem hier vorliegenden Fall wird sofort ersichtlich, dass sich der Merkmalswert sowohl im Funktions-/Merkmalsnetz als auch im Prozessablauf-Diagramm geändert hat. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Sicht und mit welchen Mitteln die Änderung erfolgt (über direkte Eingabe, einen Dialog, den Ratgeber etc.)

Process flow diagram after change
Abbildung 2:
PFD – Prozessablauf-Diagramm nach Änderung

Dies gilt allerdings nicht nur für die unmittelbar sichtbaren QM-Dokumente, sondern auch für diejenigen, die momentan nicht geöffnet sind. Ist dieses Merkmal beispielsweise im Control-Plan und einem FMEA-Formblatt enthalten, dann ist diese Änderung ohne weitere Nachpflege auch dort sichtbar.

Control plan after change
Abbildung 3: Control-Plan nach Änderung
FMEA form after change
Abbildung 4: FMEA-Formblatt – nach Änderung

1 – Je nach Ausbaustufe sind nicht alle hier abgebildeten Editoren verfügbar.

Präsentation

Präsentationsdruck und WebPublisher

Angesichts der Fülle an Informationen ist es heute besonders wichtig, seine Ergebnisse ansprechend zu präsentieren. APIS IQ-Software bietet dazu verschiedene Werkzeuge an, die das Erstellen von Reports und Präsentationen schnell und einfach ermöglichen.

Die übersichtliche grafische und tabellarische Darstellung der Inhalte mittels spezialisierter Editoren hebt die Software heraus. Diese optimierte Darstellung kann auch auf Papier gebracht oder in Form von HTML in elektronischer Form visualisiert werden.

Präsentationsdruck

In allen Fällen bestimmen Sie zuerst, welche Sichten mit welchen Inhalten und – im Falle von gedruckter Information – mit welchen Ausgabegeräten erzeugt werden sollen. Die betreffende Information ist hierarchisch organisiert, um die Auswahl zu erleichtern. Zu jedem Eintrag können einzelne Einstellungen (z.B. Font, Kopf- und Fußzeilen) hinterlegt werden. Die in Gruppen angeordneten Editoren können jeweils mit einer oder mehreren Datengrundlagen verknüpft werden, z.B. grafische Strukturbäume, Formblätter, Fehler- und Funktionsnetze.

print a collection of documents
gedruckter Information

Diese Zusammenstellungen von Sichten und Inhalten können benannt und gespeichert werden und sind damit beliebig oft „auf Knopfdruck“ abrufbar. Beim Abrufen eines Präsentationsauftrags werden dabei jeweils die gerade aktuellen Inhalte benutzt, so dass die erstellten Unterlagen stets auf dem aktuellen Stand sind, mögen sie auch noch so umfangreich sein.

Im Falle des Präsentationsdruckes kann ein beliebiger installierter Drucker für alle gewählten Editoren – oder auch für jeden einzelnen separat – als Ziel gewählt werden. Dabei kann es sich auch um einen PDF-Drucker handeln. Hier sehen Sie eine Beispiel-Ausdruck als PDF.

WebPublisher

Der WebPublisher erzeugt stattdessen eine Website mit einem übergeordneten Index (Beispiel-Website – wurde erzeugt aus der mitgelieferten Beispiel-Datei). Auf Wunsch kann auch eine Textsuche integriert werden. Über diese Indexseite kann zu den einzelnen Editoren direkt navigiert werden. Zusätzlich werden die Inhalte nach Typ gruppiert (z.B. Fehlfunktionen, Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen) und weiterverzweigt auf die Orte, an denen die jeweiligen Inhalte letztlich zu finden sind.

Automatisierte Veröffentlichung

Der CARM-Server bietet die Möglichkeit, sowohl WebPublisher- als auch Präsentationsdruckaufträge zusammenzustellen und auf dem Server zu hinterlegen. Die Aufträge werden zeitgesteuert ausgeführt, wobei das Ausführungsintervall vom Administrator festgelegt werden kann. Ebenso ist es möglich, sowohl Quell- als auch Zielverzeichnis voneinander unabhängig festzulegen. Auf diese Weise können alle über das Dateisystem des Servers erreichbaren FMEA-Daten publiziert werden.

Defining the job schedule
Ausführungsintervall vom Administrator

Dabei stellt der Server sicher, dass Dateien nur dann erneut publiziert werden, wenn sich in den Quelldateien seit der letzten Publizierung etwas geändert hat und somit ein neuerer Datenbestand vorliegt. Auf diese Weise können völlig automatisiert z.B. tagesaktuelle Reports im Firmennetzwerk hinterlegt werden. Für Audits, Meetings oder sonstige Zugriffe muss lediglich Zugang zu dem Zielverzeichnis des Servers gegeben sein.

Suchen und Finden

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Wird die Risikoanalyse in einem Unternehmen gelebt, dann sammelt sich im Laufe der Zeit ein reicher Erfahrungsschatz an, der gewinnbringend für Folgeprojekte genutzt werden kann. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das vorhandene Wissen nutzbar gemacht wird. Das setzt in erster Linie voraus, dass es wiederauffindbar ist. Flexible und mächtige Werkzeuge für die Wissenserschließung, wie sie von der APIS IQ-Software bereitgestellt werden, sind hierfür unerlässlich..

Die einfachste und geläufigste Möglichkeit ist die Textsuche, die in der IQ-Software in allen Editoren verfügbar ist und bereits einige Zusatzfunktionen bietet, die die IQ-Software aufgrund des Datenmodells bereitstellen kann.

Form Text Search
Abbildung 1: Formblatt: Textsuche

Doch eine Textsuche ist niemals in der Lage, inhaltliche (semantische) Zusammenhänge herzustellen; nur wenn dies gegeben ist, kann man von einer wissensbasierten Suche sprechen, wie sie IQ-FMEA anbietet.
Da die IQ-Software inhaltliche Zusammenhänge kennt und bei der Suche nutzen kann, sind damit auch Anfragen möglich wie
Suche alle Maßnahmen mit Fertigstellungstermin vor dem 1. Mai 2009, deren RPZ größer als 225 ist und deren A- oder E-Bewertung größer als 4 ist.

Filter example
Abbildung 2: Beispielfilter

Werksseitig werden bereits mehr als 50 vordefinierte Suchanfragen (auch Suchfilter genannt) mit der Software ausgeliefert.

Predefined filter
Abbildung 3: vordefinierte Suchfilter

Der Fundus kann jederzeit an die eigenen Bedürfnisse angepasst und erweitert werden, da Suchfilter benannt und gespeichert und damit jederzeit wiederverwendet werden können.

Suchfilter werden für zwei unterschiedliche Aufgabebereiche eingesetzt:

  • Filtern in den Editoren, um den Umfang der angezeigten Information einzuschränken.
  • Suchen mit dem IQ-Explorer.

Filtern und Hervorheben

Hier dienen die Filter dazu, in umfangreichen Datenbeständen (z.B. FMEA-Formblättern mit meherern hundert Seiten oder sehr großen Fehlernetzen) den Überblick zu behalten, indem nur mehr Inhalte angezeigt werden, die von den Filterkriterien erfasst werden (die also, bildlich gesprochen, in dem Filter „hängenbleiben“) und alles andere auszublenden.

  • Formblatt ohne Filterung mit einem Filter zur Auswahl, der die offenen Maßnahmen erfassen soll:
Form before filter application
Abbildung 4: Ungefiltertes Formblatt mit Filterdialog
  • Formblatt mit reduzierter Darstellung nach Anwendung dieses Filters:
Form after filter application
Abbildung 5: Formblatt mit angewandten Filter

Alternativ kann man auch auf das Ausblenden verzichten und nur die Treffer zusätzlich hervorheben:

  • Formblatt ohne Hervorhebung mit einem Filter zur Auswahl, der die offenen Maßnahmen hervorheben soll:
Form before highlight application
Abbildung 6: Formblatt ohne Hervorhebung
  • Formblatt mit Hervorhebung nach Anwendung dieses Filters:
Form after highlight application
Abbildung 7: Formblatt mit Hervorhebung

IQ-Explorer

Die Suche im IQ-Explorer kann wahlweise auf das aktuell geöffnete Dokument oder auf das gesamte Dateisystem des verwendeten Rechners bzw. auf die angeschlossenen Netzwerkressourcen ausgeweitet werden. Die aus den Fundstellen erstellten Ergebnislisten können in eigenen Dateien gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder geöffnet werden. Außerdem können sie als HTML- oder CSV-Datei exportiert werden. Auf diese Weise sind z.B. Abarbeitungslisten, Listen für Verantwortliche u.v.m. dokumentübergreifend einfach und schnell zu erstellen. Beispielsweise können für eine unternehmensweit erstellte Ergebnisliste von fälligen Maßnahmen deren Verantwortliche einfach über einen Menüaufruf per E-Mail benachrichtigt werden.

Die einzelnen Fundstellen aus der Ergebnisliste können außerdem über die sog. Infotabelle detaillierter mit ihrer Kontextinformation dargestellt werden. Das Ausdrucken aller beschriebenen Sichten ist selbstverständlich ebenfalls möglich.

Info table
Infotabelle

Simultaneous Engineering

(verfügbar in den PRO-Versionen der IQ-Software)

APIS IQ-Software bietet verschiedene Möglichkeiten, einen gemeinsamen Datenbestand von mehreren Teammitgliedern unabhängig voneinander bearbeiten zu lassen, ohne dass hierfür Zugriff auf ein zentrales Datenbanksystem oder sonstige zusätzliche pflege- und kostenintensive IT-Infrastruktur geschaffen werden muss. Diese Möglichkeit wird zusammenfassend als „Simultaneous Engineering“ bezeichnet.

Dabei werden verschieden Anwendungs-Szenarien unterstützt, die sich jeweils darin unterscheiden, in welchem Umfang die gemeinsam verfügbare Information für die unterschiedlichen Bearbeiter zugänglich ist. Simultaneous Engineering basiert stets auf dem einfachen und bewährten dokumentenzentrierten Ansatz der IQ-Software.

Wenn alle Teammitglieder uneingeschränkten Zugriff auf alle Informationen in einem Dokument erhalten sollen, dann bietet sich das Klonen und Konsolidieren von IQ Dokumenten an.

Wenn nur ein Teilumfang der Informationen in einem Dokument gemeinsam bearbeitet werden soll, dann empfiehlt sich die Nutzung der Collaboration Interface Technologie.

Klonen und Konsolidieren

Falls alle Teammitglieder uneingeschränkten Zugriff auf die Informationen in einem gemeinsam zu bearbeitenden Dokument erhalten sollen, weil sie z.B. in unterschiedlichen Bereichen der Analyse tätig sind, dann bietet sich die Möglichkeit des Klonen und Konsolidieren an.

Hierbei werden von einem Ausgangsdokument eine beliebige Anzahl spezieller Kopien (sog. „Klone“) erzeugt und an die Teammitglieder ausgereicht, die diese dann unabhängig voneinander bearbeiten können. Von Zeit zu Zeit wird der Zustand der Klone mit dem Zustand des Ausgangsdokument (das ebenfalls weiter bearbeitet werden kann) automatisch verglichen und es werden die Änderungen durch Konsolidieren zusammengeführt, so dass alle Teammitglieder wieder auf dem gleichen Stand sind.

Dieses praxisbewährte Verfahren bietet für alle Beteiligten die größtmögliche Flexibilität bei minimalem Verwaltungsaufwand.

Als Beispiel soll ein einfaches Szenario dienen. Eine Firma entwickelt ein Produkt das aus komplexen Teilstrukturen besteht. Verschiedene Personen innerhalb des Unternehmens sind für die einzelnen Teilbereiche zuständig und sollen hierfür eine FMEA entwickeln. Es bietet sich an eine Grundstruktur der FMEA zentral zu entwickeln und dann Dokumenten-Klone zu erzeugen, die von den spezialisierten Personen in den jeweiligen Teilbereichen weiterentwickelt und bearbeitet werden. Zu einem gewünschten Zeitpunkt können dann die einzelnen Klone mit dem ursprünglichen Dokument wieder automatisch zusammengefügt werden, so dass in dem resultierenden Dokument alle (gültigen) Änderungen und Erweiterungen enthalten sind.

Primary document
Abbildung 1: Ausgangsdokument

Das ursprüngliche Dokument soll von zwei Teams parallel weiterbearbeitet werden.

Changes to the primary document
Abbildung 2: Änderungen im Primärdokument

Im ursprünglichen Dokument wird an dem Strukturelement „Signalkabel komplett“ weitergearbeitet.

Changes to the clone document
Abbildung 3: Änderungen im Klondokument

Im Klondokument wird an dem Strukturelement „externe Systeme“ weitergearbeitet.

Editor difference details in the consolidation desktop
Abbildung 4: Details der Unterschiede im Konsolidierungsdesktop

Im Konsolidierungsdesktop wird angezeigt, dass im Klon vier Strukturelemente hinzugekommen sind (Alternative Darstellung).

Result of consolidation
Abbildung 4b: Alternative Darstellung
Result of consolidation
Abbildung 5: Konsolidierungsergebnis

Im Ergebnisdokument sind dann die Änderungen aus dem Klon mit den Änderungen aus dem Primärdokument konsolidiert.

Collaboration Interfaces

Unter diesem Überbegriff stehen diverse anwendungsspezifische Möglichkeiten, von denen zur Zeit zwei realisiert und weitere geplant sind:

  • Zum Austausch von Merkmalen zwischen Konstruktions- und Prozess-FMEA dienen die Requirement Interfaces.
  • Zum Austausch von Vorgaben bezüglich der Bedeutung von Fehlern für Kunden, oder aber bezüglich der Auftretenswahrscheinlichkeit von Ursachen eines Zulieferers dienen die Component Interfaces

Component Interfaces

Eine typische Situation könnte so aussehen, dass ein Unternehmen Komponenten herstellt, die in einem Produkt eines anderen Unternehmens verbaut werden. Das erste Unternehmen arbeitet also als Zulieferer für das zweite Unternehmen. Beide Firmen erstellen ihre FMEA mit der APIS IQ-Software und haben die Möglichkeit über die Component Interfaces Teilstrukturen ihrer FMEA auszutauschen. Das Zulieferer Unternehmen übergibt also per Component Interface die entsprechende Teilstruktur ihrer FMEA an das Kunden Unternehmen. Die übergebene Teilstruktur wird dann in die FMEA des Kunden Unternehmens als Schnittstelle integriert und entsprechend den dortigen Bedürfnissen weiterbearbeitet. Die weiterbearbeitete Schnittstelle kann auch wieder an den Zulieferer zurück gegeben werden.

Product Characteristics Interfaces

Mit den Product Characteristics Interfaces können Produktmerkmale aus einem Qelldokument (typischerweise einer Konstruktions-FMEA) an ein Zieldokument übertragen werden (typischerweise eine Prozeß-FMEA). Die Merkmalsinformation kann in dieser Richtung beliebig oft aktualisiert werden („downstreaming“), d.h. wenn neue Erkentnisse in Quelldokument gewonnen werden, können diese dem Besitzer des Zieldokumets übermittelt werden. Die neuen Erkenntnisse werden automatisch in das Zieldokument eingepflegt.

Terminologische Kontrolle

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Wiederverwendung von Informationen setzt voraus, dass gleiche Konzepte gleich benannt werden. Die Begriffe „Dichtigkeit nicht gewährleistet“, „undicht“ und „Leckage“ bezeichnen zwar u.U. gleiche Fehler; werden sie aber ohne irgendeine Form der Kontrolle in bunter Reihenfolge verwendet, dann ist es nicht mehr möglich zu erkennen, dass es sich hier um dasselbe Problem handelt.

Um dem zu begegnen, hält die APIS IQ-Software vielfältige Werkzeuge bereit.

Terminologische Kontrolle bei der Dateneingabe

Um schon bei der Eingabe von Bezeichnungen ähnliche Begriffe zu vermeiden, können Anwender die optionale Sammeleingabe mit Katalog nutzen.

Im unteren Teil der Sammeleingabe sind alle bereits eingegebenen Bezeichnungen in diesem Dokument aufgeführt.

Similarity Search
Abbildung 1: Funktionssammeleingabe über Struktur-Editor

Existiert bereits ein passender Begriff in der Liste, kann er mittels Maus in die obere Liste gezogen und damit ausgewählt werden.

Um zu verhindern, dass ein bereits vorhandener Begriff irrtümlich ein zweites Mal eingegeben wird, kann sich der Benutzer bei der Eingabe von einer Ähnlichkeitssuche unterstützen lassen.

Similarity Search
Abbildung 2: Ähnlichkeitssuche
Input collector for failures via structure editor
Abbildung 3: Fehlfunktionssammeleingabe mit Struktur-Editor und Fehlernetz

Diese Art der Eingabe ist für die verschiedensten Bezeichnungs-Typen verfügbar: Funktionen, Fehlfunktionen, Maßnahmen u.v.m.

Input collector for preventive actions via forms editor
Abbildung 4: Vermeidungsmaßnahmensammeleingabe über Formblatteditor

Anbindung externer Kataloge

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, externe Kataloge anzubinden (Text-Datei, CARM-Server-Katalog) um die terminologische Kontrolle über mehrere Dokumente hinweg zu nutzen.

Input collector for preventive actions via forms editor
Abbildung 5: Merkmalsammeleingabe im Prozessablauf mit Katalogmenü

Pflege der Terminologie

Im Editor für Terminologie und Übersetzung lassen sich Bezeichnungen und Übersetzungen mit geringem Aufwand pflegen. Änderungen wirken sich an allen Stellen aus an denen der Begriff verwendet wurde. Doppelte Bezeichnungen mit identischem/ähnlichem Inhalt lassen sich zu einem genormten Text zusammenfassen („verschmelzen“), sodass in allen Dokumenten nur mehr der gewünschte Normbegriff auftaucht, ohne dass diese Änderung in allen betroffenen Dokumenten redundant durchgeführt werden muss. So reduziert sich der Übersetzungsaufwand auf ein Minimum.

Terminology control with menu
Abbildung 6: Terminologiekontrolle mit Menü

Im Katalog-Editor lassen sich ebenfalls die Begriffe für Bezeichnungen pflegen. Um sich leichter in den oftmals umfangreichen Katalogen zurecht zu finden, lassen sich die Begriffe auch in benutzerdefinierte Kategorien einordnen.

Function catalog with categories
Abbildung 7: Funktionen-Katalog

Vererbung

Für mehrfach verwendete Objekte kann ein Vererbungsmechanismus genutzt werden: wenn z.B. dieselbe Funktion in einem Dokument mehrfach bei unterschiedlichen Funktionsträgern (Systemelementen) vorkommt und an anderer Stelle hierfür neue Fehlfunktionen erfasst werden, so können die neuen Fehlfunktionen auf Wunsch auch an die anderen Vorkomnisse der Funktion weitervererbt werden.

Inheritance step 1
Abbildung 8: Vererbung Schritt 1
Inheritance step 2
Abbildung 9: Vererbung Schritt 2

Total Cost of Ownership

Rollout und Pflege

Die Installation der APIS IQ-Software kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen. Neben der grafisch geführten Installation durch den Anwender, ist eine unbeaufsichtigte Verteilung der IQ-Software über das Netzwerk möglich. Durch die Verwendung von Standard-MSI1-Paketen, ist die Unterstützung bzw. Anpassbarkeit durch ein Softwaremanagementsystem gewährleistet. Um den Vorgang der Softwareaktualisierung zu vereinfachen, können die Programmkomponenten an einer zentralen Stelle im Netzwerk abgelegt werden (Netzwerklizenz). Wenn eine dezentrale Installation (Einzelplatzlizenz) z.B. auf einem Laptop gewünscht wird, kann die Softwareaktualisierung durch ein Softwaremanagementsystem mittels MSP2-Paket leicht bewerkstelligt werden.

Konzentration auf das Kerngeschäft

Der Grundumfang von Office-Produkten zur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation reicht nur aus, um Textformatierungen und einfache Berechnungen (z.b. Multiplikation der RPZ-Faktoren) zu bewirken. Dies ist, wie man bald feststellen wird, für eine sinnvolle Risikoanalyse jedoch zu wenig. So gibt es z.B. keine eingebaute Möglichkeit, Zusammenhänge auszuwerten (Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen Fehlern, Zuordnung von Fehlern zu Funktionen, von Funktionen zu Funktionsträgern etc.) oder etwa Statistiken zu erhalten oder Maßnahmenverfolgung zu betreiben. Eine Textverarbeitung kennt eben nur Text und keine Strukturelemente und Funktionen, eine Tabellenkalkulation hat keine Ahnung von Fehlern, Maßnahmen, Terminen etc.

Und so geschieht es nur zu oft, dass die eigentlich erforderliche Tätigkeit der Risikoanalyse durch ausufernde Makro-Programmierung in den jeweiligen Office-Tools immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Mit der IQ-Software erwerben Sie das Produkt eines seit langer Zeit auf das Thema „FMEA und Risikoanalyse“ fokussierten professionellen Softwareherstellers mit einer großen internationalen Kundenbasis. Wir kennen die Anforderungen des internationalen Marktes und gewährleisten, dass das Produkt sie stets erfüllt.

Skalierbarkeit

Für die IQ-Software existieren zwei verschiedene Produktlinien mit unterschiedlichen Anforderungen an die interne IT-Infrastruktur: die IQ-Client-Software und die IQ-Server-Software (CARM Server).

Die Client-Software erfordert keine zusätzliche Infrastruktur (wie. z.B. Datenbanksysteme oder Server) und ist auf den Arbeitsplatzrechnern und im Firmennetzwerk leicht zu installieren. Sie ist dokumentenzentriert: die Ergebnisse der Risikoanalyse werden in Dokumenten gespeichert (mit der Extension „.fme“), ein Verfahren, das u.a. von allen gängigen Office-Produkten her bekannt ist. Dokumente haben den Vorteil, dass ihr Zugriff an zentraler Stelle verwaltet werden kann („single point of administration“ für Passwörter und Rechte), dass sie einfach ausgetauscht werden können (E-Mail), dass sie leicht in Dokumentenmanagementsysteme integriert werden können etc.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die dokumentenzentrierte Client-Software für die weitaus meisten Anwendungsfälle ausreichend ist. Selbst wenn es erforderlich wird, dass mehrere Anwender gemeinsam an einem Dokument arbeiten ohne sich in die Quere zu kommen bietet dieser Ansatz eine bequeme und pragmatische Lösung mit dem Simultaneous Engineering.
Erst wenn Sie sicher sind, dass ein unternehmensweit verfügbarer Wissensbestand verwaltet werden muss ist es erforderlich, einen weiteren Schritt zu tun und eine Client/Server-Lösung aufzusetzen. Auch hier hält sich der Aufwand für die Infrastruktur in Grenzen, da sich der CARM-Server flexibel in die bestehende IT-Landschaft einbinden lässt, und nur das bereits bestehende Unternehmensnetzwerk benötigt wird.

Die Server-Software setzt stets auf den Ergebnissen der Client-Software auf: sie verdichtet und zentralisiert die in den Dokumenten enthaltenen Informationen und stellt sie dann in vielfältiger Weise für unterschiedliche Zwecke bereit. Das reicht von der automatischen, zeitgesteuerten Erstellung von PDF-Dokumenten, über die zentrale Verwaltung von Wissensmodulen, bis hin zu interaktiven Webanwendungen.

MSI = Microsoft Software Installation
MSP = Microsoft Software Patches

Varianten

(verfügbar in allen Ausbaustufen der IQ-Software)

Eine besonders einfache und praxiserprobte Möglichkeit der redundanzfreien Datenhaltung bietet die APIS IQ-Software für die Analyse von Produkt- oder Prozessvarianten. Der Pflegeaufwand beschränkt sich hierbei auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten.

Für jedes System und jeden Prozess können beliebig viele Varianten auf der Grundlage einer sog. Master-Struktur definiert werden. Die Master-Struktur beinhaltet dabei alle Informationen, die für alle Varianten gelten. Die Varianten werden aus der Master-Struktur abgeleitet, indem Objekte, die nicht für die Variante relevant sind, aus dieser Variante ausgeschlossen werden oder in dem sie mit Attributen versehen werden, die nur für die Variante gelten.
In der folgenden Abbildung ist die Master-Struktur eines Steckers zu sehen, der in zwei Varianten ausgeführt werden kann: mit Lötverbindung und mit Klemmverbindung. In der Master-Struktur sind beide Ausführungen zu sehen:

Connection master
Abbildung 1: Stecker-Master

Wenn nun die Variante mit Lötverbindung aktiviert wird, sieht diese Struktur wie folgt aus:

Connection: Soldering variant
Abbildung 2: Stecker-Variante mit Lötverbindung

Im Unterschied dazu präsentiert sich die Struktur in der Variante Klemmverbindung wie folgt:

Connection: Clamp variant
Abbildung 3: Stecker-Variante mit Klemmverbindung

Das nächste etwas ausführlichere Beispiel zeigt, dass nicht nur der Datenbestand einer Struktur variantenabhängig sein kann, sondern auch einzelne Attribute von Objekten.

Bei dem Beispiel handelt es sich um einen Fertigungsprozess, der einmal mit und einmal ohne Nacharbeitsschritt betrachtet wird. In diesem Fall ist nicht nur – je nach Variante – der Nacharbeitsschritt vorhanden, sondern es ändert sich auch der Bearbeitungsstatus von Maßnahmen.

Variante mit Nacharbeit

Process variant with reworking
Abbildung 4: Prozessvariante mit Nacharbeit

Variante ohne Nacharbeit

Process variant without reworking
Abbildung 5: Prozessvariante ohne Nacharbeit

Einen Überblick über alle variantenspezifischen Werte eines Objektes kann man sich im Objektinspektor verschaffen:

Object Inspector
Abbildung 6: Objektinspektor

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten variantenabhängigen Attribute:

Objekt Variantenabhängige Attribute
Strukturelement/Prozesselement Symbol für Prozesselement
Sachnummer
Maschinen
Funktion Klassifikation
Merkmal/Anforderung Vergleichsoperator
Wert
Einheit
Abweichung
Klassifikation
Fehlfunktion B-Bewertung
Klassifikation
Maßnahmengruppe A-Bewertung
E-Bewertung
Maßnahme Verantwortlicher
Termin
Alle Formblätter (FMEA, CP, PFD) die Inhalte der Kopfdaten und Deckblätter der Formblätter sind variantenspezifisch. Systemelemente, die in der Variante ausgeschlossen sind werden natürlich auch nicht im Formblatt angezeigt.

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